An und für die Hambi Aktivist*Innen

C am
Wie macht man keine Karriere
C am
Kommt wirklich hoch hinaus
C am
Entledigt sich spießiger Schwere
C am
Und baut trotzdem ein Haus
C am
Wie sorgt man für Gesellschaft
C am
Die teils gegen einen ist
C am
Man gründet eine Seilschaft
dm7 G
Wird Hambi Aktivist

Refrain:

C
Ich war so begeistert
am
Und habe hoch gestarrt
dm7
Als Ihr noch in lichter Höhe
G
Auf den Bäumen wart
C
Ich hätte Schiß da oben
am
Und schaue zu Euch auf
d7
Ohne Geld und den Konsum
G
Nehmt Ihr so viel in Kauf

geht noch weiter, kommt noch was……bald, aber ich muß morgen auf die Demo

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meyer vs Schmitz

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Ein Lied zwodreivier

Am letzten Sonntag war ich auf dem Waldspaziergang im Hambacher Forst.
In der Nachbereitung las ich im Netz von einem Herrn Schmitz, der behauptet, dass der Hambacher Forst „nicht zu retten“ sei.
Das klingt so göttlich fatal, das kann man allein als Spruch so nicht hin nehmen.

„Nicht zu retten“ ist ein Witz
Nicht zu retten ist der Schmitz

Auf „Nicht zu retten“ gibt’s jetzt Wetten
Von den Typen an der Börse, den nicht netten
Ein kleiner Call auf RWE
Füllt bei „Nicht zu Retten“ satt das Portemonaie

„Nicht zu retten“ ist ein Witz
Nicht zu retten ist der Schmitz

Das ist zynisch, ist ein Witz
Egal ob Meyer, Müller oder Schmitz
Ganz egal wie sie nun alle heißen
Auf den Schmitz da kann ich……. ne, ne, ne, den Gefallen mit den Fäkalien tu ich dem nicht

„Nicht zu retten“ ist ein Witz
Nicht zu retten ist der Schmitz

Doch gibt es noch ne richt’ge Welt
Die säuft bald ab in diesem Geld
Nur, dass sie dieses gar nicht hat
Sondern Wasser bis an die Ohren satt

„Nicht zu retten“ ist ein Witz
Nicht zu retten ist der Schmitz

Den Menschen die hier protestieren
Kann die Welt heut attestieren
Das sie die Retter sind
Mensch Schmitz, das weiß doch jedes Kind

Das wir was retten ist kein Witz
Wenn er will, dann sogar den Herrn Schmitz

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Noch ist Sachsen nicht verloren

Wenn im Westen Nazis üben
Sag ihn doch: Komm geht nach drüben!

Doch auch in Köln ne Menge Schmutz
Da sitzt doch der Verfassungsschutz

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Hambi

…Nicht zu retten ist ein Witz
Nicht zu retten ist Herr Schmitz

Hambi bleibt

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Ich glotz TV

Ich möcht es nicht gern sehn
Bereitet mir Schmerzen
Im Fernsehn
Schießt Carmen Nebel Kerzen

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Nihilismus

Als Einwand gegen das Engagement im Hambacher Forst hörte ich neulich:

Man störe die Tiere im Wald, wenn man da rum läuft.(ähnlich wie bei einem zum Tode verurteilten, den man in seiner Zelle besuchen kommt, denke ich)
Ausserdem würde man mit Oberleitungsstrom dahin fahren (na ja, an diesem Tag fiel ja schon eine Bahn aus; der Andrang zum Hambacher Forst scheint die Deutsche Bahn AG zum Stromsparen zu verleiten)
und bei den Baumbesetzern würden sich Kriminelle tummeln. (Nun die gibt es überall: Uli Hoeneß, Thomas Middelhoff, Graf von Lambssdorf Senior……..)

Es gibt auch schon Wahlplakate von den Unsäglichen in Bayern „Diesel ist super. Automobilindustrie schützen!“

Jipheijei, kommt er bald der klassische Schulterschlusss von Großindustrie und Hassmenschen, von denen, denen zur Problemlösung nichts anderes einfällt als sich Sündenböcke und Hasskonstrukte zu suchen?

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ein verregneter Sonntag

Ich fand es zu trocken in der letzen Zeit, viel zu trocken, und ich habe mich gewundert, wie munter das Teewasser jeden Morgen in den Wasserkocher sprudelte.
Die vertrockeneten Wiesen überall, fies gelb. Wasser ist Leben, Menschen bestehen zum größten Teil aus Wasser, aber, wenn es vom Himmel fällt, ist es unangenehm.

immer weiter Leute, im Regen

Ich habe mich gestern drüber gefreut, auch als es mir unangenehm und kalt in den Schuhen stand, als mein Minirad nicht mehr rollte, weil es schlammverkustet war, von den Wegen im Hambacher Forst und den Feldern davor. Und, obwohl ich Menschenmengen nicht mag, habe ich mich über die Zigtausende gefreut, die den Schlamm gewalkt haben, im Protest, in der Solidarität mit den Baumbesetzern.

nass

Klaus der Geiger stand beschirmt unter einem Baumhüttendorf, ich glaube es war Beachtown, sang und spielte sein Lied vom „Zombie von Rheinbraun“. Immer wieder drücken Menschen auf dem Boden, viele Meter unter den Baumhütten, ihre Solidarität und ihren Dank für die Baumbewohner in ihrer lichten Höhe aus.

Versprengt liefen Polizisten mit ihren Schildern, deutlich in der Minderzahl, wie Legionäre bei Asterix durch den Wald.
Warum schickt man die in eine solche Menge hinein? Seit der Causa Maaßen, hat man ja sowieso jeglichen Glauben an die Verfassungsortientiertheit unserer Sicherheitsorgane verloren. Trotzdem läßt man sich von Idioten nicht provozieren, auch wenn die Uniform tragen. Und, diese handeln ja oft auf Befehl, wo da genau die Idioten sind weiß man nicht; nicht so genau wie bei der Causa Maaßen.

Dass die Braunkohle als Energieträger so stark wurde, so stark blieb, lag das vielleicht auch am Zurückdrängen der Atomenergie in den 70ziger und folgenden Jahren? Ist man da gerade gegen etwas, was man selber angerichtet hat? Man kann froh sein, dass es die Atomwirtschaft, mit ihren unlösbaren Problemen, vergleichsweise nicht wo weit geschafft hat und die Braunkohle ist halt auch abgelöst.

Die Baummenschen -ich erwische mich selber dabei, dass ich sie von unten, während sie oben auf ihren Stegen und Leitern sich bewegen, wie Affen im Zoo beobachte- sind ihrer Zeit voraus. Dass das, was sie tun, juristisch-faktisch Gesetzesbrüche sind, ist himmelschreiend ungerecht. Sie werden viel zu wenig unterstützt, diese Säulenheiligen unserer Tage.

Mit dem Zug und dem Klapprad bin ich hingefahren; trotz Regenzeug und festen Schuhe durchweicht, beschließe ich nicht mit einer überfüllten Bahn, auf die ich vielleicht Stunden lang warten muß, auch da war eine (wegen Krankheit) ausgefallen, mit dem Klapprad mit einem Gang nach Hause zu fahren.
An einer Tankstelle lasse ich das Wasser aus den Schuhe laufen, wringe die Socken aus und stopfe stattdessen Papierhandtücher in die Schuhe. Das geht gut. Durch das ehemalige Braunkohlerevier „Ville“ fahre ich nach Hause. Renaturiert ist es, aber die Ausmaße des Abbaus waren wesentlich weniger, vermute ich.
Ich sehe keinen Baum so hoch wie im Hambacher Forst.
Zuhause bin ich fast trocken gefahren. Stolz und froh die Aktion nicht mit dem Auto, dass ich mir hätte leihen können, nicht durchgezogen zu haben.

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RückZug

Während ich den vorherigen Post schrieb, setzte sich eine ältere Dame an meinen Tisch, frug vorher und schwieg während ich mein Smartphone bearbeitete.
Ich verifizierte noch einmal: „Hier hat doch der olle Wilhelm gelebt!“
Ja…..und da drüben sei sein Haus gewesen, ein Denkmal auch und ich würde gar nicht glauben, wieviel Menschen seit der Maueröffnung da busseweise angepilgert kämen.

Es geht weiter ums niederländische Königshaus, das mindestens zur Hälfte aus deutschem Betteladel besteht und die neue Königin, ne bürgerliche, die den Job bisher super macht, stimmt ja Maxima, Nomen est Omen.

Dann geht’s um die Niederländer, Meister im Organisieren, wie ich schmeichle, aber auch der Freiheit
Ja, das stimmt. Mit Organisieren und mit Wasser kennen wir uns aus, sagt sie.

Mir macht es zur Zeit noch weniger Spass Deutscher zu sein, je mehr andere gerade stolz darauf sein wollen, sage ich

Das ist überall so, sagt sie: Da bin ich schon so schön alt geworden und jetzt kommen, Probleme, die ich nicht lösen kann.

Dieses Gefühl, der Ratlosigkeit. Wie alt ist sie wohl? Und welche Probleme hat sie bisher gelöst? Und schön, einfach so am Cafetisch zu sitzen, ohne, dass man sich kennt.

von hier mit dem Zug nach Hause

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Doorn

…..ist mir immer wieder ein Dorn im Auge, besser ein quersitzender Pfurz im Darm.
Hier hat seine Majestät, der letzte Deutsche, Deutschlands letzter, der „Wilhelm der doofe, der Oberganove“, wie es im Gassenhauer heißt, Kaiser, zu seinem Lebensende hin Brennholz gesägt.

Hätte er besser schon immer gemacht, anstatt sich in Politik und dessen Fortsetzung mit anderen Mitteln zu versuchen.

Habe keine Lust mich genauer damit zu befassen. Alles so bekloppt, dieses Europa, voller Entwicklung, Energie, Pracht…..da hilft nur ein Krieg; danach noch einer. Und jetzt? Was hilft wenn es den Leuten ziemlich gut geht? Vielleicht der Klimawandel? Wer werden die auserwählten Protagonisten des Klimawandels sein?

Haben die jungen deutschen Männer die damals so begeistert in den Krieg zogen, und in den ersten Tagen fielen genauso viel Schuld an all dem Verderben wie seine „Majestät“?

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