Witzig: Bin morgens um 7 Uhr mit Badelatschen in den Ort an der Soca, italienisch Isonzo, vom Camping aus geschlappt. Vor einem Cafe, das innendrin eher alpenländisch östereichisch aussieht, sitzen mediteran werktätige Männer, bevor sie damit anfangen, beim Kaffee.
Alle aber draußen, damit sie rauchen können, es ist schon ein wenig frisch. Aber direkt neben mir läßt sich ein alter Mann auf’s Polster fallen, so nah, dass er lesen kann, was ich schreibe, wenn seine Sprachkenntnisse und seine Augen es hergeben. Ich scheine wohl seinen Stammplatz erwischt zu haben oder der kuschelt gerne, Platz wäre noch genug.
Gestern konnte ich erst ab 13 Uhr richtig fahren. Dafür gab’s ein ausgiebiges Mittagessen, unglaublich preisgünstig, so wie ein „Menu Routiers“ in Frankreich 2003, auf der Lissabon Tour, allerdings ohne Wein. trinke ich eh nicht mehr und noch günstiger.
Ansonsten gab’s den ersten Platten. War unheimlich schwierig, den beschlauchten Reifen in die Mitte der Tubelessfelge zu kriegen und im Bett ist er immer noch nicht richtig; er hoppelt. Nervig. Aber das gehört ja alles dazu.
Die Soča, der Fluß hier heißt italienisch Isonzo. Da meldet sich der Begriff „Isonzo Schlacht“ bei mir. War glaube ich das Verdun der Habsburger und Italiener im ersten Weltkrieg. Muß ich noch nachlesen.


















