Die Hässlichkeit der Neuen Zeit

Was sind das für Bilder in meinem Kopf?
Jetzt, in dieser Zeit der unendlichen Bereicherung der Reichen, der Züchtung des Hasses und des Nicht-Angehens von Problemen, scheint mir alles besonders häßlich.
Besonders die Fratzen der „Verantwortlichen“.
Ich suche die Gesichter von engagierter Jugend. Aber lande ich damit nicht genau im ästhetischen braunen Sumpf?
Ein Bisschen Schiller oder Goethe auf die Nazikeuele? Ein Bild von einer Sophie Scholl, als sie noch begeistertes „Jungmädel“ war?

„Diese Menschen hier sind doch von innen heraus schön!“ Ich muß immer wieder an einen Waldbiologen denken, der, vom Erscheinungsbild eher konservativ, an der Waldbesetzung am Danneröder Forst daher kam. So drückte er sich über die Waldbesetzer*innen aus.

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Naiv

Ist es immer noch so, dass Menschen, die weniger voreingenommen sind, weniger Vorurteile haben, als naiv eingeschätzt werden?

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Essential

Jetzt ist es grad‘ wichtig in meinem Leben
Dass Kacheln kleben

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Alireza Golchini

soll hingerichtet werden, weil er als Arzt Menschen geholfen hat.

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Eichendorffs Frust

Die Welt hat sich verbauet
Vor dem, der hingeschaut
Der traut, was sich so grauet
Und kriegt es nicht verdaut

Es liegt nicht an der Sache
Die sich vor uns verschließt
Es ist allein die Mache
Die uns die Sicht verdrießt

So schaut nicht auf die Macher
Allein, wie geht der Rest?
Wenn Mensch all‘ diese Macker
So weiter machen läßt

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Eine Frage

Wie totalitär ist eigentlich der Kapitalismus?

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Eingefallen und auch hingeschwommen

In der Verzweiflung hilft eben auch nicht die Sicherheit, dass alles zum Verzweifeln ist, sondern gerade der Zweifel an den Sicherheiten.

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Alle zusammen

D G D

Oh, der Klimakollaps kommt

G F#m

Und die Nazis aus den Löchern

G F#m Bm

Mit dem ewigen Verbrechen

Em G

An der Unschuld sich zu rächen

D G D

Wohin geh’n, soll ich geh’n?

Refrain:

G F#m

Und wir alle geh’n zusammen

G F#m Bm

Uns einander an zuschließen

Em G

Schutz zu geben und genießen

D G D

Laßt uns geh’n zusammen steh’n

2. Strophe

D G D

Wenn die Macht sich noch mehr ballt

G F#m

In mehr Ungerechtigkeiten

G F#m Bm

Wünsch ich mir in solchen Zeiten

Em G

Dass Gerechte sich bereiten

D G D

Zu sich steh’n, zusammen gehn

Refrain

3. Strophe

D G D

Dieser Mut den jemensch spürt

G F#m

Vom Zusammen mit getragen

G F#m Bm

So das Wichtige zu wagen

Em G

Statt zu klagen und verzagen

D G D

So kanns geh’n, nur so geh’n

Refrain

 

Text als PDF mit Akkorden

wirAlleGehnZusam

 

Die Melodie ist eine alte, traditionelle, Schottische. Unter dem Titel „Wild Mountain Thyme“ wurde sie in der Folk Revival Zeit der 60ziger und 70ziger häufig interpretiert.

 

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Unsere Reise endet hier

War „just in time“: Kam am Bahnhof in Maastricht mit dem Fahrrad an und hatte noch Zeit, erklärt zu bekommen, an welchem von den drei verschiedenen Automaten ich Tickets für die Fahrt nach Aachen kaufen kann. Dann hatte ich wohl noch Ankunft und Abfahrt verwechselt oder es war wirklich falsch angezeigt gewesen, ich stand zuerst am falschen Gleis. Aber der Zug rollt mit mir drin.

Hatte schreibend dann das Problem, dass ich für Deutschland ein Fahrradticket brauche. Aber das geht mit dem Mobiltelefon. Puh…der alte Mensch hat sich schon wieder umsonst Stress gemacht.

 

Die Reise ist vorbei. Die gedehnte Zeit wird demnächst wieder gestaucht. Aber die subjektive Zeitrechnung ist sowieso so’n Ding. Hatte ja bei der Anfahrt auf Dublin behauptet, dass mir eine Stunde weggenommen worden sei. Ist Quatsch, hatte eher eine bekommen.

 

Als in Belgien die geraden, gut laufenden Strecken wieder langweilig wurden, fing ich an von den irischen Single Track Roads zu träumen.

 

Warum denke ich so? Und ich glaube, dass das viele machen, immer irgendwo anders sein. Obwohl: Auf der Insel war ich oft da, wo ich war, auf dem Rad bei einem Anstieg, bei einer Abfahrt auf den Friedhöfen, in den Gesprächen, bei den Krähen und den mindestens so verrückten Staren, ich bin dem Plektrum der irrwitzig schnellen Banjo Spieler hinterher gelaufen.

Aber eigentlich ist das auch nur Projektion: Mensch kann nicht wissen, ob seine Augenblicke augenblicklich waren.

 

In Irland fragen die Menschen einen „How are you?“ Was wollen die jetzt hören….“Good“. Klappt ziemlich gut. „Wie geht’s?“ Wird das noch häufig gefragt, bei uns? Aber da ist es genauso so offen, Nein, bei uns fragt mensch das eher die Menschen die er kennt.

 

Ich hatte es auf der Reise einmal ausprobiert, in einem Pub. Die Frau hinter der Theke schilderte mir, glaube ich, ziemlich ausführlich ihr Befinden, auf die Frage :“How are you?“ Ich hatte bloß nicht so viel verstanden.

 

Mit meinem Blog ist es ähnlich. Ein Monolog von „How do I do“. Er muss ja nicht verstanden werden und es gibt immer wieder und überall dieses Bedürfnis sich mit zuteilen.

Als ich das geschrieben hatte mußte ich in Köln Ehrenfeld umsteigen, hatte eine halbe Stunde Zeit und sah das

If you see anything interesting please let someone know immediately

 

 

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Mechelen

In Belgien sind die Preise für die Eisenbahn ziemlich günstig. Warum ich trotzdem auf dem Fahrrad und am Freitag 175 km von Dünkirchen bis hierher gefahren bin?

Belgien greift mich immer wieder besonders an, ganz gleich ob Wallonie oder Flandern. Das Land mit seiner ursprünglich katholischen Klammer, zerstrittenen Regionen und dieser Art…..die eben genau zwischen den Niederlanden und Frankreich liegt. Will es ja lassen, das Bewerten eigentlich.

Eine Flandern Rundfahrt habe ich nicht gemacht und das tonnenschwere Fahrrad rollte auf flachen Strassen oft richtig schön. Trotzdem mir ein penetranten Südwind manchmal böig in die Speichen griff und es bis Gent eine gute Zeit lang regnete.

Z.B. bei der Einfahrt nach Gent fuhr ich Kilometer lang, an einer stärker befahrenen Straße an Einzelhandelshäusern vorbei, die alles denkbare, von Autos, Mode, Tierfutter usw. in jeweils freistehenden pavillonartigen, aufwendig gestalteten Gebäuden feilboten. So wie eine riesige Mall, als wenn das kleine Land zu viel Platz hätte. So etwas hatte ich auf dieser Tour und überhaupt noch nicht gesehen.

Klappe halten, Fotos zeigen

 

 

 

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