Beweislastumkehr

„Das kann doch nicht sein. Eine Frau kann behaupten, dass Du sie vergewaltigt hast und Du mußt beweisen, dass nicht?!“

Für Männer also die Schuldvermutung?

Wie muß ich mich dann als Mann verhalten? Ständig auf der Hut sein, aufpassen, dass ich nie mit einer Frau alleine bin.

(Sogar die Idee in den intimsten häuslichen Bereichen Kameras laufen zu haben, quasi als Beweismittel)

Aber weiter gedacht: Frauen geht es immer so. Sie leben nicht in der Angst etwas schuld zu sein, was sie nicht sind, sondern in der Angst Opfer dieses Verbrechens zu werden.

Ich glaube nicht, dass sie die besseren Menschen sind. Ich glaube, dass einige, dieses Recht, ihre Behauptung ist Beweis, mißbrauchen würden. Aber gäb es von diesen so viele wie Vergewaltiger?

Wie ließe sich diese Angst als gesellschaftliche Bürde teilen?

Diese Gedanken sind bestimmt schon gedacht worden.

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Frauenpower

Formiert Euch Frauen
Es riecht nach Freiheit
Kämpft und brecht durch!
Ich halte die Fresse
Aber ich bin dabei
Gespannt auf meine Entäuschung
Desillusion kann gut gut sein

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Die Würde auf OSB gekrönt

Eigentlich heißt es doch „No Kings“, warum also Kronen zum Ausdruck der Menschenwürde? Ist für mich wie der Begriff „Wertschätzung“. Würde ist absolut, Wert relativ. Ich kann Menschen mehr oder weniger mögen oder auch total ablehnen. Den Hass sollte ich nicht zulassen. Aber wenn ich Menschen „Wert schätze“ geht es nur im Verhältnis zu anderen. Sonst brauche ich den Begriff nicht.
In „Utopia“ sind nach Thomas Morus die Nachttöpfe aus Gold. Kronen werden dort nicht gebraucht.
In einer Welt voller Würde bräuchte es sogar weniger Kronen auf den Zähnen. Die Menschen bekämen schon als Kleine genug Selbstachtung beigebracht, dieses Stück „Selbst“ ihres Körpers ordentlich zu pflegen. Der Umkehrschluss aber gilt wiederum nicht: Der ungepflegte Mensch ist genauso würdevoll, wie der gepflegte. Und mein Ekel vor ihm ist gewiss. Und meine Zähne sehen ohne die Kunst der Zahnärztin widerlich aus.

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Weiter Kacheln

Jetzt fast zum Schluss
Voll Lug und Truge
Bin voller Frust
Es fehlt: Die Kunst der Fuge

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Die Hässlichkeit der Neuen Zeit

Was sind das für Bilder in meinem Kopf?
Jetzt, in dieser Zeit der unendlichen Bereicherung der Reichen, der Züchtung des Hasses und des Nicht-Angehens von Problemen, scheint mir alles besonders häßlich.
Besonders die Fratzen der „Verantwortlichen“.
Ich suche die Gesichter von engagierter Jugend. Aber lande ich damit nicht genau im ästhetischen braunen Sumpf?
Ein Bisschen Schiller oder Goethe auf die Nazikeuele? Ein Bild von einer Sophie Scholl, als sie noch begeistertes „Jungmädel“ war?

„Diese Menschen hier sind doch von innen heraus schön!“ Ich muß immer wieder an einen Waldbiologen denken, der, vom Erscheinungsbild eher konservativ, an der Waldbesetzung am Danneröder Forst daher kam. So drückte er sich über die Waldbesetzer*innen aus.

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Naiv

Ist es immer noch so, dass Menschen, die weniger voreingenommen sind, weniger Vorurteile haben, als naiv eingeschätzt werden?

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Essential

Jetzt ist es grad‘ wichtig in meinem Leben
Dass Kacheln kleben

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Alireza Golchini

soll hingerichtet werden, weil er als Arzt Menschen geholfen hat.

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Eichendorffs Frust

Die Welt hat sich verbauet
Vor dem, der hingeschaut
Der traut, was sich so grauet
Und kriegt es nicht verdaut

Es liegt nicht an der Sache
Die sich vor uns verschließt
Es ist allein die Mache
Die uns die Sicht verdrießt

So schaut nicht auf die Macher
Allein, wie geht der Rest?
Wenn Mensch all‘ diese Macker
So weiter machen läßt

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Eine Frage

Wie totalitär ist eigentlich der Kapitalismus?

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