Sätt nyliberalismen i karantän. FÖR ALLTID!!!

Jetzt sollen wir vernünftig sein
War’s jahrelang gesetzt
Jeder denkt an sich allein
Der Brave bis zuletzt
Egoismus geht ja nur
Ist mensch nicht ganz allein
Die Habgier braucht Gesellschaft
Viel gemein und wenig fein

Am Klopapier, da zeigt sich
Wie mancher an sich denkt
Ich Arschloch ich bin heilich(g)
Wohin der Focus schwenkt
Wenn ich nicht nach Mallorca fliege
Dann will ich wenigstens scheißen
Genug Papier ist eine Lüge
Kommt laßt uns uns darum reißen

Entschleunigt! Wird gefordert
Seit ach wie vielen Jahren
Jetzt wird’s von denen geordert
Denen Highspeeds heilig waren
Wenn irgend’was viral war
Dann war’s ein großes Ding
Im Leben voller Schnelligkeit
Da ist ein Virus King

Jetzt soll’n wir runterfahren
Und and’re müssen laufen
Pfleger-, Ärztescharen
Könn’ sich davon nichts kaufen
Jetzt gilt ihre Barmherzigkeit
In wirtschaftlichen Betrieben
Ein Souvenier der Herzlichkeit
Denen “Schnell, Schnell, Schnell” belieben

Die Toten hier jetzt aus zulassen
Würd selbst mich selber kränken
Doch gilt es auch hier aufzupassen
Wen im Mittelmeer wir versenken
Wer an uns’ren Waffen stirbt
Ist wohl nicht unser Bier
Doch gibt es ‘nen gerechten Gott
Dann trinkt er’s vielleicht hier

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Allein Sein – Social Distancing

In der letzten Zeit denke ich viel an sogenannte Autisten.

Menschen z.B. wie Greta Thunberg. Die distanziert auf den ganzen Wahnsinn schauen und ihn uns gut erläutern können.

Und jetzt ist es für alle wichtig, wenn wir uns so distanziert wie möglich verhalten.

Heute erlebe ich immer wieder Menschen, die diesen, auch für mich, eher wohltuenden Abstand nicht halten wollen.

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EntscheiderLeider

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EntscheiderLeider

Jetzt kommen die mit einer Insellösung

Mit einem umschifften Weiterso

Mischen mit in der Medienverblödung

Hambi sei gerettet: Jetzt seid froh!

Refrain

Entscheider leider, große Strategen

Vonwegen, wo zeigt Ihr Überblick

Was Ihr da macht, der Zukunft entgegen

Ihr denkt doch grad mal an den nächsten. ….ck

 

Jede Menge Kohle für Kohlekonzerne

Die Dörfer verkauft und verraten

Eigentum zu rauben, man mag es kaum glauben

Macht Kapitaldemokraten einen Harten

Refrain

Räsoniert gern über Arbeitsplätze

Psychohetze spannt Arbeiter ein

Zerstört Erneuerbare mit Eurem Geätze

Sag mal, wie blöd muß man sein?

Refrain

Dem Ingenieur sei nix zu schwer

Als CEO denkt er nur noch ans Geld

Sein Name egal, frag mich nicht wer

Diesem Held ist’s egal um die Welt

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Unerfüllt wild

Such, was aufrichtig ausbricht
Zerstör, was zerstört gehört
Sieh, wie der Keimling herauskriecht
Und spar Dir Dein “Unerhört”

Nimm meine Imperative
Verbiete sie mir sofort
Und, was ich so alles vorschiebe
Verschieb es, entblösse ein Wort

Ein Wort, mit dem wir verstehen
Und bildet es einen Begriff
Lass uns hinstreben, hingehen
Trotzdem nur wieder umschifft.

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Zugeflogen

Aus dem Film “Das Fliegende Klassenzimmer”

Drehbuch von Erich Kästner; Regie: Kurt Hoffman 1954

Weiß nicht, ob dieser Unterrichtsdialog in Erdkunde auch so im Buch steht; habe ihn vom Film transkibiert.

Lehrer: Man darf also die Natur nur verändern, wenn die Menschen einen Nutzen davon haben?

Schüler: Das ist die einzige Entschuldigung!

Lehrer: Entschuldigung, sagst Du? Demnach wäre alles was der Mensch getan hat, seit er Tiere zähmte, Urwälder rodete, Sümpfe trocknete, Schiffe baute und Obstbäume veredelte, nicht rühmenswert, sondern allenfalls entschuldbar?

Lehrer: Nun?

Schüler2: Weiß es nicht.

Lehrer: Sebastian?

Schüler3: Ich weiß es nicht

Lehrer: Da hab ich ja noch mal Glück gehabt. Ich weiß es nämlich auch nicht.

Ich finde einen solchen Dialog in einem Kinderbuch in den 50zigern bemerkenswert; aus heutiger Sicht ist die gleichzeitig demütige, humorig, aber auch joviale Haltung des Lehrers zum Schluß des Dialogs für heutige Ansichten zu unentschieden. Und ganz sicher wäre auch, dass Mitglieder der Partei der Unsäglichen heute so etwas vor die Pranger verletzter Neutralität bringen wollen würden.

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Braunau

Nachtrag zur Fahrradtour. Aus dem Hessischen.

Braunau gibt’s viel, nicht nur am Inn, es gibt sogar ein “Nueva Braunau” in Chile, was immer das sein mag.

So gewahr müssen wir sein. Warum haben die Historiker damals darüber gestritten, ob die deutschen Verbrechen einzigartig seien (Historikerstreit?) Warum ließen Humanisten sich dazu herab? Verbrechen dürfen nicht geschehen, nicht relativiert werden, die gegen die Menschlichkeit nimmer und gar nie. Was war das für eine furchtbare Diskussion. Bin froh mein Geschichtsstudium damals abgebrochen zu haben.

Braunau ist überall

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Gestern

…war ich zu müde und zu beschäftig, Gestern zu beschreiben.

168 km bin ich gefahren. Eigentlich waren nur die letzten 45 unschön. Der stürmische Westwind, der mich wunderbar vor sich her getrieben hatte, hatte 20km vor Merseburg noch ne Menge Regen im Gepäck. Und diese Kilometer verliefen auf stark von KFZ befahrenen Strasse.

Das ging soweit, dass mir aus einem Wagen mit geöffneter Tür und Subwoofer-Gedröhne “Verpess däsch dou Schwouchtel” im dunkelsten Sächsisch zugebrüllt wurde. Doch mal mit Kamera fahren und solche Leute anzeigen?

Zwischen den Mittelgebirgen war der Weg sehr schön. Die Hainleithe hab ich auf alten Platten gepflasterten DDR Waldwegen überquert und dann den Kyffhäuser gestreift….ein Begriff mit dem ich nichts Gutes verbinde, ausser Heinrich Heine, was aber erst einmal auch nur ein Ausläufer vom Harz ist.

Hoch zur Hainleithe. Ich hatte jemanden gefragt, wie der Höhenzug heisst
Ich konnte mir das Wort nicht merken. Klang so fremd.

So jetzt guck ich mir Leipzig an. Ist zwar nur das Ziel, aber warum soll ich nicht einen Weg durchs Ziel machen?

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Leipzig

Bin da.

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Die gefühlte Temperatur auf dem Fahrrad….

…ist meistens wärmer. Von der hessischen Werra hoch nach Thüringen, gestern abend im Regen, war richtig warm, heute morgen, die 9 km bergab mit Rückenwind nach Mühlhausen vor einer Stunde, ohne Regen eiskalt.

Ich glaub ich bin ein richtiger Spießer: Mich überwältigt die manigfaltige Architektur, die der real existierende Sozialismus erhalten hat. Mühlhausen ist toll zum Durchfahren mit dem Rad, auch durchgefroren. Die Radwege lassen allerdings zu wünschen übrig.

Gestern habe ich Hessen durchquert….ist doch was zum Berichten:

An einem Supermarkt ist eine Tasse Kaffe mit 1 € angezeigt. Nach 50 m bremse ich, fahr zurück. Das klingt nach deutscher Filterplörre und so etwas lasse ich mir ungern entgehen.

Meine Blechtasse sei so klein, der Kaffe kostet nur 50 Cent. Mit einem Boskop zusammen……der Bon wird entsprechend kommentiert.

Kaffe trinke ich draussen, stell ihn beim Brennmaterial ab, Briketts liegen da, Beschriftung im Kleingedruckten “Rheinbraun Brennstoff GmbH” mach mir nicht die Mühe nach zuschauen, wem die gehört.

Ein paar Meter weiter ein Schaufelrad als Denkmal. Was damit geschaufelt wurde? Braunkohle. Kraftwerk ist ein paar km weiter, werde ich aufgeklärt, heute ne Disco. Bergbau Über- und Untertage eingestellt, seit einem Grubenunglück Ende der 80ziger.

In Deutschland gibt’s überall Braunkohle, so wie in Irland Torf…Das Strukturproblem von Wackersdorf, das mit der WAA behoben werden sollte, war die dortige Auskohlung einer der ehemals reichsten Gemeinden Bayerns. Braunkohleabbau ist historisch, soll es endlich sein, RWE ist ein Zombie.

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