Trocken

Bei jedem Schnaps mir denken
Ihn nicht mir ein zuschenken
So kann ich nur mit Denken
Mir das Lassen schenken

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Pursuit of Happiness III

Das Zerriss’ne in meiner Brust
Das ist mein Tor zur Welt
All der bittere Frust
Er hat mich stetig erhellt
Das Leid ist da und echt
‘s’ nicht seh’n ist ungerecht
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Kontakt-Armut

Ich habe keine Kontakte
Ich bin ein armer Wicht
Doch jetzt ist das grad richtig
Oder stimmt das wieder nicht?
Bei Allem, was da wichtig ist
Bleibt für mich die Frage
Wann ist Kontakt gut
Und wann ist’s eine Plage

Menschen die viral geh’n
Die soll Mensch eher meiden
Drängelnd vorm Regal steh’n
Das konnt’ ich noch nie leiden
Doch was mit Ellenbogen?
Die braucht doch unser Land
Sonst ist das Geld nicht gewogen
Sonst nimmt man es nicht in die Hand

Geld jetzt in die Hand zu nehmen
Das ist ja gar nicht gesund
Für Bargeld muss mensch sich zur Zeit schämen
Das geht von der Hand in den Mund
Gesetzliches Zahlungsmittel
Ist es bald illegal?
Und die, die das Buchgeld vermitteln
Erhalten das Münzregal

Zur Arbeit soll ich mich schleppen
Das war noch kürzlich Devise
Jetzt sagen die selben Deppen
Bleib zu Hause! Ziemlich präzise
Die Not die projeziert war
Wird plötzlich real und lähmt
Und sieht mensch, was inszeniert war
Garantiert sich keiner schämt

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Sätt nyliberalismen i karantän. FÖR ALLTID!!!

Jetzt sollen wir vernünftig sein
War’s jahrelang gesetzt
Jeder denkt an sich allein
Der Brave bis zuletzt
Egoismus geht ja nur
Ist mensch nicht ganz allein
Die Habgier braucht Gesellschaft
Viel gemein und wenig fein

Am Klopapier, da zeigt sich
Wie mancher an sich denkt
Ich Arschloch ich bin heilich(g)
Wohin der Focus schwenkt
Wenn ich nicht nach Mallorca fliege
Dann will ich wenigstens scheißen
Genug Papier ist eine Lüge
Kommt laßt uns uns darum reißen

Entschleunigt! Wird gefordert
Seit ach wie vielen Jahren
Jetzt wird’s von denen geordert
Denen Highspeeds heilig waren
Wenn irgend’was viral war
Dann war’s ein großes Ding
Im Leben voller Schnelligkeit
Da ist ein Virus King

Jetzt soll’n wir runterfahren
Und and’re müssen laufen
Pfleger-, Ärztescharen
Könn’ sich davon nichts kaufen
Jetzt gilt ihre Barmherzigkeit
In wirtschaftlichen Betrieben
Ein Souvenier der Herzlichkeit
Denen “Schnell, Schnell, Schnell” belieben

Die Toten hier jetzt aus zulassen
Würd selbst mich selber kränken
Doch gilt es auch hier aufzupassen
Wen im Mittelmeer wir versenken
Wer an uns’ren Waffen stirbt
Ist wohl nicht unser Bier
Doch gibt es ‘nen gerechten Gott
Dann trinkt er’s vielleicht hier

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Allein Sein – Social Distancing

In der letzten Zeit denke ich viel an sogenannte Autisten.

Menschen z.B. wie Greta Thunberg. Die distanziert auf den ganzen Wahnsinn schauen und ihn uns gut erläutern können.

Und jetzt ist es für alle wichtig, wenn wir uns so distanziert wie möglich verhalten.

Heute erlebe ich immer wieder Menschen, die diesen, auch für mich, eher wohltuenden Abstand nicht halten wollen.

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EntscheiderLeider

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EntscheiderLeider

Jetzt kommen die mit einer Insellösung

Mit einem umschifften Weiterso

Mischen mit in der Medienverblödung

Hambi sei gerettet: Jetzt seid froh!

Refrain

Entscheider leider, große Strategen

Vonwegen, wo zeigt Ihr Überblick

Was Ihr da macht, der Zukunft entgegen

Ihr denkt doch grad mal an den nächsten. ….ck

 

Jede Menge Kohle für Kohlekonzerne

Die Dörfer verkauft und verraten

Eigentum zu rauben, man mag es kaum glauben

Macht Kapitaldemokraten einen Harten

Refrain

Räsoniert gern über Arbeitsplätze

Psychohetze spannt Arbeiter ein

Zerstört Erneuerbare mit Eurem Geätze

Sag mal, wie blöd muß man sein?

Refrain

Dem Ingenieur sei nix zu schwer

Als CEO denkt er nur noch ans Geld

Sein Name egal, frag mich nicht wer

Diesem Held ist’s egal um die Welt

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Unerfüllt wild

Such, was aufrichtig ausbricht
Zerstör, was zerstört gehört
Sieh, wie der Keimling herauskriecht
Und spar Dir Dein “Unerhört”

Nimm meine Imperative
Verbiete sie mir sofort
Und, was ich so alles vorschiebe
Verschieb es, entblösse ein Wort

Ein Wort, mit dem wir verstehen
Und bildet es einen Begriff
Lass uns hinstreben, hingehen
Trotzdem nur wieder umschifft.

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Zugeflogen

Aus dem Film “Das Fliegende Klassenzimmer”

Drehbuch von Erich Kästner; Regie: Kurt Hoffman 1954

Weiß nicht, ob dieser Unterrichtsdialog in Erdkunde auch so im Buch steht; habe ihn vom Film transkibiert.

Lehrer: Man darf also die Natur nur verändern, wenn die Menschen einen Nutzen davon haben?

Schüler: Das ist die einzige Entschuldigung!

Lehrer: Entschuldigung, sagst Du? Demnach wäre alles was der Mensch getan hat, seit er Tiere zähmte, Urwälder rodete, Sümpfe trocknete, Schiffe baute und Obstbäume veredelte, nicht rühmenswert, sondern allenfalls entschuldbar?

Lehrer: Nun?

Schüler2: Weiß es nicht.

Lehrer: Sebastian?

Schüler3: Ich weiß es nicht

Lehrer: Da hab ich ja noch mal Glück gehabt. Ich weiß es nämlich auch nicht.

Ich finde einen solchen Dialog in einem Kinderbuch in den 50zigern bemerkenswert; aus heutiger Sicht ist die gleichzeitig demütige, humorig, aber auch joviale Haltung des Lehrers zum Schluß des Dialogs für heutige Ansichten zu unentschieden. Und ganz sicher wäre auch, dass Mitglieder der Partei der Unsäglichen heute so etwas vor die Pranger verletzter Neutralität bringen wollen würden.

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Braunau

Nachtrag zur Fahrradtour. Aus dem Hessischen.

Braunau gibt’s viel, nicht nur am Inn, es gibt sogar ein “Nueva Braunau” in Chile, was immer das sein mag.

So gewahr müssen wir sein. Warum haben die Historiker damals darüber gestritten, ob die deutschen Verbrechen einzigartig seien (Historikerstreit?) Warum ließen Humanisten sich dazu herab? Verbrechen dürfen nicht geschehen, nicht relativiert werden, die gegen die Menschlichkeit nimmer und gar nie. Was war das für eine furchtbare Diskussion. Bin froh mein Geschichtsstudium damals abgebrochen zu haben.

Braunau ist überall

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