Unseren Freunden Helfer sein

Ein Gericht hat es verfügt
Erstmal bleibt er stehen
Jetzt kann man da, bis es genügt
Im Wald spazieren gehen

Absurd, dass die, die den Wald beschützen
Angeblich im rechtsfreien Raum
Obgleich sie ihm am meisten nützten
Die Polizei schaffte dies nicht mal kaum

Weh denen, die die Beschützer bedrängen
Da sollten wir alle wachen
Und wenn die kommen, mit ihren Zwängen
Mehr als ich in meinen Gesängen machen

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Bauer sucht -mann

Als Bauer einmal Eichmann fand
In einem anderen fernen Land
Ging’s nur ohne deutsche Verwaltung
Her je, das war eine Spaltung

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Das wird man doch noch wohl mal dichten dürfen

Sie waren früher bei Gehlen
Den heut fast keiner mehr kennt
Und jetzt, wer will es verhehlen?
Sind sie im Parlament
Da leben sie ganz offen
So will es meine Dichtung
Ihre Ausrichtung
Gibt trotzdem Nichts zu hoffen

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Teile und herrsche: Spaltgedichte

Das Land ist tief gespalten
Trotz all‘ dem geilen Geizen
Die einen woll’n es erhalten
Die and’ren woll’n es verheizen

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Wehr Dich mit Erich

Einst haben die Kerle auf Bäumen gehockt
Schrieb vormals Kästner, Erich
Doch seien wir mal ehrlich
Diesen Kerlen heute
Dieser Meute
Werden Menschen auf Bäumen
Das bringt sie zum Schäumen
Richtig gefährlich.

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Zum Wohle (isch schwöre)

Die Ära Kohl begann mit einer Wende
Ging mit einem Ärawort zu Ende
Die Ära Kohle
Gibt es noch
Da bleibt ein Loch
Zu wessen Wohle?

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Dorfspaziergang

Pappelweg


Heute hat Michael Zobel seinen Waldspaziergang im Hambacher Forst als Dorfspaziergang in Keyenberg bei Erkelenz abgehalten.
880 Leute waren da.
Keyenberg ist ein wunderschöner Ort, älter als Berlin oder München, wie wir dort von einem historisch versierten Keyenberger aufgeklärt wurden. Das heißt natürlich nichts, aber am besten guckt man ihn sich einfach mal an.
Ich bin immer wieder hin und weg von der Differenziertheit der Darstellung von Michael Zobel; Betriebsräte von RWE dürfen auf seinem Dorfspaziergang sprechen, die Grundwasserproblematik wird erklärt, Leute aus dem Dorf bekommen das Mikrophon, erläutern wie man mit RWE verhandeln muß, wenn man von seinem Grund und Boden verdrängt werden soll.
Die „Spaziergänger“ wurden auch in sofern sensibilisiert, wie furchtbar es für manche sein kann, die sich abgefunden haben oder abgefunden wurden, wenn jetzt wieder etwas aufflackert, dass der Ort vielleicht doch nicht von den Baggern aufgefressen wird.
Da fallen ausser dem Ruf „Hambi bleibt!“ und einer Aufzählung der Orte, wie Kreyenberg, die auch bleiben sollen, keine Parolen, da wird erklärt, da wird das Herz geweitet, da entsteht Mitgefühl, das sich von verzehrendem Mit-Leid unterscheidet.
Da war alles so einnehmend, dass ich vergessen habe Fotos vom Ort auf zunehmen.
War übrigens wieder von Köln aus mit dem Fahrrad da.

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Hoch Hinaus

Mein Liebeslied an die Hambi-Aktivisten ist fertig.
Am Sonntag den 23. September war ich im Hambacher Forst bei einem sehr ergiebigen Regen zu einem Sonntagsspaziergang gewesen. Man könne in den Wald gehen, wurde von der Bühne verkündet und der Regen prasselte immer weiter, viele gingen aber beharrlich durch die aufgeweichten Polizeisperren hinein. Ich stand da wie gelähmt und dachte: „Jetzt wirst Du nass und kriegst ne Erkältung, was soll das, warst ja hier, das reicht doch.“ Es war wirklich eine Starre von einigen Minuten. Feigheit….keine Ahnung, was das war. Aber dann ging ich und ich sah ein Baumhausdorf, ganz weit oben in den Bäumen. Menschen drunter versammelt, drückten ihre Solidarität aus und bedankten sich bei den Aktivisten. Essen und Trinkwasser wurde an einem Sammelpunkt bereit gestellt. Was später mit sämtlichen Baumhäusern passierte, weiß man ja. Dann waren da zwei Demos u.a. die vom 6. Oktober und weitere Aufenthalte am Hambacher Forst. Der Eindruck von den Menschen in den „lichten Höhen“ ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Die erste Strophe und den Refrain hatte ich am Vorabend zur großen Demo am 6. Oktober geschrieben. Die beiden anderen kamen bis heute.

Hier als MP3

1. Strophe

C am
Wie macht man keine Karriere
C am
Kommt wirklich hoch hinaus
C am
Entledigt sich spießiger Schwere
C am
Und baut trotzdem ein Haus
C am
Wie sorgt man für Gesellschaft
C am
Die teils gegen einen ist
C am
Man gründet eine Seilschaft
dm7 G
Wird Hambi Aktivist

Refrain:

C
Ich war so begeistert
am
Und habe hoch gestarrt
dm7
Als Ihr noch in lichter Höhe
G
Auf den Bäumen wart
C
Ich hätte Schiß da oben
am
Und schaue zu Euch auf
dm7
Ohne Geld und den Konsum
G
Nehmt Ihr so viel in Kauf

2. Strophe
C am
Das Blatt hat sich gewendet
C am
Ihr habt zu Recht geschützt
C am
Tatsachen wurden nicht vollendet
C am
Dass Ihr dem Rechtsstaat nützt!
C am
Will mancher gar nicht glauben
C am
Ist vielen einerlei
C am
Wenn welche Umwelt rauben
C dm7
Seid Umwelt-Polizei

Refrain

3. Strophe
C am
Ihr seid bald wieder oben
C am
Und hütet was keinem gehört
C am
Das ist es, ununwoben
C am
Was zu viele an Euch stört
C am
Euer beharrliches Machen
C am
Was gut für alle ist
C am
Da laßt Ihr es richtig krachen
C dm7
Ich hab das so vermißt

Refrain +
Na dann, auf!

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Gefangen im Sumpf der Diskussion von Eitelkeit

Auf, dass es mir gelinge
Aus der Schlinge
Auszutreten
Dafür möcht‘ ich beten

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An und für die Hambi-Aktivist*Innen

1. Strophe

C am
Wie macht man keine Karriere
C am
Kommt wirklich hoch hinaus
C am
Entledigt sich spießiger Schwere
C am
Und baut trotzdem ein Haus
C am
Wie sorgt man für Gesellschaft
C am
Die teils gegen einen ist
C am
Man gründet eine Seilschaft
dm7 G
Wird Hambi Aktivist

Refrain:

C
Ich war so begeistert
am
Und habe hoch gestarrt
dm7
Als Ihr noch in lichter Höhe
G
Auf den Bäumen wart
C
Ich hätte Schiß da oben
am
Und schaue zu Euch auf
d7
Ohne Geld und den Konsum
G
Nehmt Ihr so viel in Kauf

2. Strophe
C am
Das Blatt hat sich gewendet
C am
Ihr habt zu Recht geschützt
C am
Tatsachen wurden nicht vollendet
C am
Dass Ihr dem Rechtsstaat nützt!
C am
Das will so mancher nicht glauben
C am
Ist vielen einerlei
C am
Wenn welche Umwelt rauben
C am
Seid Umwelt-Polizei

Refrain

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