Noiraique

….so heisst der Ort, in dem ich gerade bin. Sind ca. 130 km bis Basel.
Noch ein paar Bilder von den letzten Tagen, ist noch Zeit zum Frühstück und hier geht das Netz so gut.

Wer Strassenschilder nachmacht oder verfälscht.....

Wer Strassenschilder nachmacht oder verfälscht…..

Südliche Cevennen, irgendwo, hinten ist das Meer

Südliche Cevennen, irgendwo, hinten ist das Meer

Pim fährt damit 200 km am Tag, wiegt aber nur 1/3 von meinem Rad

Pim fährt damit 200 km am Tag, wiegt aber nur 1/3 von meinem Rad

Alles wohlbehütet in Bourge-en-Bresse

Alles wohlbehütet in Bourge-en-Bresse

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Frust und Lust

In den drei oder vier Tagen ohne Netz hat sich soviel angehäuft und eigentlich ist es von den Tagen davor soviel, was ich nicht mitteilen konnte „Pour qu’clatent de joie“, um die Freude zum Bersten zu bringen, dass ich mit diesem Vakuum mit dem ich kommuniuziere …….nicht was?
Wenn sich Moritz Bleibtreu im Juli an Juli wendet mit: „Mein Herzallerliebste! Ich bin 1000sende von Meilen gegangen…“ dann fliegt allen Romantiker der Arsch weg, aber ich, mit meinen ganz realistischen 2.500 mit dem Fahrrad, um irgendeiner Blauen Blume der Menschlichkeit näher zu kommen….ja ich oder eben nicht Ich, kann mir den Arsch wundfahren, im Juli und bekomme keinen „goldenen Bären“ auch, wenn ich mich in halb Europa rumtreibe.
Ha, war das heute wieder schön. Einmal über den Jura rüber, bin fast am Neuchateler See und morgen bestimmt wieder in Deutschland.
Und ich war am „Circuit de Navallance“ sone Art Gran Canyon vor den Cevenen, ich war in den Cevenen,, in Florac, wo die Briten versuchen Robert Louis Stevenson zu treffen, der übrigens in der EG hätte bleiben wollen, weil er nen Schotte gewesen ist.
In Lyon habe ich einen Kaffee an der Ecke getrunken und bin raus gefahren mit dem Fahrrad, vorher noch mal Luft gepumpt.
Lade noch ein paar Bilder hoch, hier geht das gut.

Drei Dubliner auf dem "Canal du Midi" auf dem Weg zum Mittelmeer

Drei Dubliner auf dem „Canal du Midi“ auf dem Weg zum Mittelmeer

Abfahrt zum Cicuit de Navacelle

Abfahrt zum Cicuit de Navacelle

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Ganz schön um die Ecke

Jura Erkenntnis

Der Doubs entspring im guten Mouthe
Ohne Zweifel
Und nicht in der Eifel

Jpeg

Jpeg

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Mal wieder Internet

….nirgendwo, selbst in der schicken Unterkunft gestern funktionierte es nicht , aber hier, im französischen Jura, mitten auf dem Land supergut fluppendes Netz.
Bin im Süden bis Florac (Cevennen) mit dem Rad gekommen, alles total schön, viele schicke Bilder, aber keine Zeit zum Hochladen.
Mittwoch dann einen Transfer mit Bus und Bahn von Florac nach Lyon, auf dem Fahrrad dann noch bis Bourg-en-Bresse, heute von dort ins Jura Richtung Neufchatel, Biel, Basel.
Gerade 50 km südlich Pontarlier.

Erst Devon jetzt Jura

Erst Devon jetzt Jura

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Camping

„Pizza, I like every Pizza now.“
Der Camping Chef spricht Englisch, die Chefin alle möglichen Sprachen, Franzosen sind die beiden auch nicht, aber der Campingplatz kam wie eine Überrraschung, wie eine Superüberraschung. Ich dachte schon ich müßte eine Nachtfahrt wie gestern einlegen. Berziers hat keinen Campingplatz und ich keine Lust mehr auf ein Hotel.
Trotz der schönen Strassendeko

Jpeg

Jpeg

hab ich mich gar nicht wohl gefühlt. Ignorante Autofahrer, keine Aussicht auf einen Schlaf unter freiem Himmel, so nicht, fuhr raus und dann kam der Campingplatz, hier in Clairac, der auf meiner OSM Karte nicht verzeichnet ist, oder den der Navi nicht findet. Mittlerweile, weiß ich das die Campingchefs aus Schweden kommen.
Jetzt sitze ich in der typischen, warmen, aber abgekühlten mediteranen Abendluft und tippe…
Als ich hier ankam, wollten die Leute wissen, wieviel km ich gefahren sei, habe es jetzt ausgerechnet, sind genau 2000.

Und das war ein Thema heute in mir bevor ich hierhin kam. Das Wieviel, der Wettbewerb….war auch so, dass eben ein Herr aus Bonn, der auch hier ist, es dann doch nicht so genau wissen wollte. Das Wieviel, der Vergleich hat immer, ja was?
Ich lass es offen.

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Carcassonne 11:00

Place de la Lebensfreude

Place de la Lebensfreude

Bistrot Florian! Unrasierte Herren, bester Laune in Unterhemden, die ein wenig bedienen, über all ein Hallo, da gerade eine Ehefrau, die ihren Mann hier erwischt hat, im Hintergrund pinkelt ein Poseidon in sein Marmor-Springbrunnen-Pissoir.
Beim Frühstück heute morgen in einem typisch französischen „Outlethotel“ saß draussen ein Mann, mit einer Tasse schwarzen Kaffee und einer selbstgedrehten aus Maispapier. Ja, wo ist dieses Frankreich? fragte ich mich in diesem Industriegebiet. Hier isset.
Le code du WIFI? flöriänüläven, sagte die starkbusige Madmoiselle hinter der Theke, die wie eine Dompteuse im Raubtierkäfig anmutet, aber die Löwen, mon Dieu…alle handzahm und sie genießt es und ist fix.
Da war sie gerade, ich habe noch einen Kaffee bestellt, die Farbe ihrer Haare hat den selben RAL Ton wie mein Fahrrad. Je suis tres hereux…..Ce pour vous, Madmoiselle! Sie schlägt die 50zig Centime, wie ein hartes Ei zum Schälen auf den Tisch, Merci Monsieur.
Fahre gleich auf dem Radweg des Canal du Midi. Wendel wird ein Fahrradtourist. Mein Kunstlehrer, der Günther Scholl meinte einmal zu mir: Irgendwann einmal habe ich „normal“ als Bildungsideal begriffen. Ich werde ein normaler Fahrradtourist, d’accord!

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Überblick

Ausser der Linie übers Meer, alles mi dem Fahrrad gefahren. Schön dieses Europa

Ausser der Linie übers Meer, alles mi dem Fahrrad gefahren. Schön dieses Europa!

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Wenn schon, denn schon, Carcassonne

I am a fucking hero. Heute bzw gestern von Tarbes nach Carcassonne 230 km 2300 Hm in einem Stück.

Durch solch eine Landschaft ging's

Durch solch eine Landschaft ging’s

Und der Luxos von BuM ist ein super Scheinwerfer. Mit der Lichthupe schafft man fast jedes entgegen kommende Auto zu dimmen.
So, müde muss schlafen 2:10

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Anders

Was für ein Unterschied zwischen den beiden Pyrenäenseiten! Die französische Seite vom Portalet hat eine viel ältere, schönere, aber auch schlechter asphaltierte Straße. Aber das war’s nicht. Geschockt hatte mich das Grün. Die Vegetation auf dieser Seite war vielfältiger, grüner, eigentlich schöner. Aber ich war wie überfahren. Beim Weiterfahren über einige „Schüppen Sand“, die Vorpyrenäen bis nach Tarbes sind nicht besonders flach, fing das Absurde an sich zu formulieren: Für die Seele (meine) ist die verbrannte Landschaft besser als die saftige grüne.

Die Ortschaften sahen eher aus wie ostfranzösische, geprägt allein vom Zentralismus. Neu, relativ neu müssen die Orte sein, alt genug aber, um der Kriegstoten zu gedenken.

Bei den Kriegerdenkmälern muss ich immer an den Wahnsinn von Nationalismen denken: Was für ein Aufwand an Toten hin zur französisch-deutschen Freundschaft.

Held

Held

Mal sehen welcher „Aufwand“ jetzt getrieben werden wird, um eine Zeit von Frieden zwischen Kriegen, Völkerwanderungen, Aggression usw. zu haben. Ich selber sitze fett drin,im Frieden, fahr mit dem Rad rum; hoffentlich komme ich nie auf den Gedanken, dass das selbstverständlich sei.

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Wie kalt ist das denn?

Bin in Laruns in Frankreich. 20℃ hier. Will gar nicht aus den Regensachen raus, die ich oben am Pass anziehen musste.
Jpeg

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