setzen, stellen, legen
gibt es einen Unterschied zwischen setzten und stellen?
so, wie es einen Unterschied zwischen Schriftstellern und Schriftsetzern gibt?
setzen, stellen, legen
gibt es einen Unterschied zwischen setzten und stellen?
so, wie es einen Unterschied zwischen Schriftstellern und Schriftsetzern gibt?
Jetzt auf Los
Um los zulassen
Welch ein Los
Welches blos
die ungemalten Augenblicke
sie reißen mir die größte Lücke
Heute hörte ich eine Unterhaltung, in der der Begriff „achtsam“ so oft benutzt wurde, dass es mir sehr unachtsam vorkam.
O ja, es muß doch möglich sein, all das wieder zu spüren, gedankenlos, verantwortungslos….nicht gleich einen Hurricane zu assoziieren, wenn Wind und Wasser spürbar herrlich sind. Aber mir fällt vor allem der Wunsch ein: „Ich will ans Meer!“ Es ist nie genug. Hunger und Sehnsucht. Unzufriedenheit wird als Motor des Fortschritts gefeiert. Was für ein Fortschritt, wenn man ans Meer kommt, wenn einem das einfällt.
Ausgeschlossen fühl ich mich, weil es bei mir nicht funktioniert. Ich komme mir eher, wie ein Spanner vor, es paßt nicht für mich, mich auf die Wiese zu legen und einfach nur irgendwie da zu sein. Ich würde gucken und fokussieren, hätte immer wieder das Bild der vermeintlichen Harmonie der anderen vor Augen und mein „nicht dazu gehören“ im Gefühl.
Im Cafe lese ich, immer noch in der Stadt, im Reclam Heft, Martin Buber; Ich und Du.
„Das was zwischen allem sein kann wird so wenig gesehen“, ist für mich an dem Tag die Essenz der Lektüre, des Buches, das oft zitiert, aber verdammt schwer zu verstehen und von mir immer wieder kreuz und quer gelesen wird.
Keine Begegnung gehabt, an diesem Sonntagnachmittag in der Stadt, kein Du zum Du, vielleicht aber mehr davon verstanden, erspürt.
mach Schluss, mit diesen Dingen
die lauthals da und angestoßen
gar nicht klingen
….und da ich ohne Glauben an einen wie auch immer personifizierten Gott lebe, ich auch keine Gedanken an ein Nachleben, nach dem Tode habe, mir es nicht mal wünsche, weiß ich, dass, dass diese Frist, die uns gegeben ist, diejenige ist, für die wir verantwortlich sind, mit der man was machen kann, mit all den Widersprüchen und Beschwernissen und Hindernissen, die dazu gehören. Das ist mir, weiß Gott genug, weiß Gott genug….
Günter Grass in Zur Erinnerung an Günter Grass – Ein deutsches Leben (Kurz-Doku)
Ausstrahlung: ZDF, 13.04.2015
Gutes Tun
Böses lassen
Utes Huhn
Moses Massen