ich

Ich hätte mich heut fast gebettet
Ganz ohne diese Welt gerettet
Als wenn ich’s könnte, wie fatal
So schmeckt mein Abend immer schal

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Verhaltener Trotz

Trost

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Autozuviel

automobil
zu viel
von diesen Autisten
wenn sie wüssten
dass sie selbst im Selbst
gefangen
auf den Pisten

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Kotzrock

Den Kotzbrocken rocken?
Rock’im Baby!
Not even maybe

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der Tag

Das Fahrrad
Die Lust
die Luft in die Reifen
Die Fahrt auf’s Land
Im Gegenwind
Die Sonne
Der See
Das Wasser

Baden verboten

Trotzdem, seit Langem
Wasser trägt mich
Umgibt mich

Keinen Gedanken

Dann Hunger
Döner, Pommes, Bier

Der Tag bis jetzt
Schön

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200 Jahre Individualverkehr

Dräuend der Mensch sucht Harmonie

Dräuend der Mensch sucht Harmonie

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Ausklang

Rhein bei Bonn


Bier, Kaffee, Kuchen Rhein. Ein Pavillon schön gekachelt, am Rhein vielleicht aus den 60zigern, vor mir ein Fahrrad fahrender Herrenclub, der lange Eugen in der Ferne, der Posttower und das Siebengebirge im Hintergrund. Regen über’m Siebengebirge.
Die Herren schauen einem Kreuzfahrteschiff beim Anlegen zu…Schiffe machen die Zeit langsam.

Wieviel Demut, aber auch wieviel Ruhe ist dahin gegangen, seit dem die großen Entfernungungen nicht mehr von Schiffen, sondern von Flugzeugen überbrückt werden?

Zeit haben? Diese Ruhe da vor mir in dem radelnden Rentnerclub!

Das Kreuzfahrtschiff heißt „Swiss Crown“….absurd, o d e rrrrr! Die Schweizer sind doch die, die schon jahrelang die Krone ablehnen. Diese Berghonks haben noch weniger eine Krone als wir, die wir nächstes Jahr schon 100 Jahre auf ein gekröntes Staatsoberhaupt verzichten müssen.
Immer hinkt alles allem hinterher. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, als man schon ganz vernünftig sein konnte, gabs einen Monarchen, der den Krieg erklären konnte und eine SPD, die dem zu gestimmt hat.
Na ja und jetzt gibt’s mich und die anderen erwachsenen, vernünftigen.

Und den Regen:

schweizer Krone im Regen

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ein Held

Held


wer hat eigentlich Wien im 2. Weltkrieg erobert? Wie Berlin, die Sowjets?
Mich überkommt immer Ehrfurcht vor den alliierten Soldaten des 2. Weltkriegs. Nicht vor den Machthabern und Anführern, nein, vor den Soldaten.
Was wäre ohne die gewesen? Hitler solang wie Salazar oder Franco?
Und dann braucht man totzdem keine Loyalität weder gegenüber dem „Russen“ noch dem „Amerikaner“. Aber auch erst recht nicht gegenüber den Deutschen oder Deutschland. Was für eine Freiheit! Wann ist sie hin?
Wie wird man ein Held? Wie kämpft man für eine gerechte Sache?
Damit muss man sich gar nicht auseinander setzen, nö!

War eben noch in der Albertina. Der Feldhase von Dürer…..die haben den irgendwo in die kitschigen, barocken „Prunkräume“ gehängt. Passt wie Faust auf’s Auge. Jede Menge wichtigen Kram haben die da, lohnt aich schon…
aber hat auch so etwas museales, wie soll auch nicht, ist ein Museum.

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Ein Bunker am Ende der Strasse

Weiß nicht, ob man es ausreichend sehen kann; der stuckverzierte Strassenzug fährt direkt gegen eine WW2 Bunker

Betonende

Ich habe Mühe mich in Wien so richtig wohl zu fühlen. Gestern auf dem Weg zum Campingplatz kam ich durch die Hochhausbauten von Meidling. Sah nicht verwahrlost aus, aber schön auch nicht. Viele Häuser sind von der Stadt gebaut, steht dann immer dran, kommunaler, sozialer Wohnungsbau. Gut, aber nicht schön. In der gesamten Fläche ist die Stadt eher hässlich als schön.
Aber jetzt gerade hat mir ein Türke zum Nachtisch einen Tee spendiert; drüben sitzen 6 unverschleierte türkische Frauen und haben Spass. Urban, offen, vielfältig. Die Frauen könnten auch verschleiert sein, oder ein Kopftuch haben, solange ich keinen langen Bart tragen muss. Habe ich mal probiert, sieht scheisse aus.

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Fahrrad frisst Auto

fahr mit rad


War mir neu das Zeichen auf dem Aufkleber der wiener Critical Mass Bewegung.
Ist das nicht eine wahnsinnige Aggressivität, die hier dem autofahrenden Menschen entgegengebracht wird? Sein Auto soll aufgefressen werden?!
Viele werden es so empfinden und eben las ich bezüglich der konservativen oder soll ich besser sagen „rechten“ Scharfmache bezüglich Hamburg, Linksradikalität sei genau so wenig zu tollerieren wie Rechtsradikalität „wir trauern um die umgebrachten Autos“ als zynischen Kommentar dazu.

Bin ja jetzt wieder ein gutes Stück durch Europa gefahren und was mich wirklich ärgert ist, dass oft dem Radfahrer die Mobilität auf der kürzsten Strecke einfach weggenommen ist. Viele Wege werden von Autos dermaßen befahren, so dass man mit dem Rad oder auch zu Fuß riesige Umwege machen muß. Das ist ein wenig so, als wenn die Luft zum Atmen genommen wird.

Wenn ich mich hier auf dem Campingplatz umschaue, sind die meisten auch mit einem KFZ hier. Gerade der Campingwagen stellt die Freiheit der mobilen Immobilie dar. Man fährt seinen Hausrat einfach durch die Gegend, die Energie ist günstig genug dafür. Man fährt in ein anderes Land hat aber ganz viel dabei, um sich nicht zu sehr mit dem anderen Land auseinander setzen zu müssen.

Die Freiheit des KFZ und die Kraft, die wahnsinnig entfremdete Kraft, deren ein mehr oder weniger dazu befähigter Mensch eigen wird, gegen die ein schneidiger Husarenoffizier auf einem Pferd etwas total geerdetes, naturverbundenes ist, dieser Kraft wird fast nie Rechnung getragen.

Von der Qualität, diese zigtausenden Explosionen, die ständig in den Verbrennungsmotoren der Welt stattfinden und von Menschen dirigiert werden……hat das schon einmal jemand ausgerechnet? Wieviel Explosivkraft ist das, wenn grad mal Verkehr ist auf der Welt? Wieviel Bomben mit welcher Sprengkraft?

Gestern habe ich die Fiakerpferde in der wiener Innenstadt gesehen. Es hatte geregnet und die Gäule standen bemitleidenswert, fast reglos, unter ihren Decken, festgezäumt, auf dem Asphalt. Klapper, Klapper…..wiehrr. Tierliebhaber sind bestimmt froh, dass die Pferde nicht mehr wirklich soetwas machen müssen. Vor zig Jahren las ich auch einmal, dass es gut ist, dass die Pferde nicht mehr in den Krieg müssen und die Panzerfahrer, traditionsgemäß irgendwo auf ihrer Uniform ein Pferd als Wappen tragen.
Statt dessen läßt man jetzt….ja, wie Explosivkraft ist das, die täglich, stündlich etc. in den Städten oder auf dem Land mit den KFZ vor sich hin ballert?
Mit dem Fahrrad ist es anders. Man muß noch nicht einmal ein Pferd quälen. Fahrradfahren ist höchstwahrscheinlich sogar total vegan.
Also Ihr veganen tierlieben Mädchen, zum Reitstall oder zum Yoga nicht mehr mit dem Auto.
Die tiefergelegten,muskelbepackten BMW oder Audi Männer, von denen echt viel auch durch Wien fahren, wollen mein Gejammer eh nicht hören; da gibt’s höchstens ein paar auf die Fresse.

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