Noch nicht hochgeladene Texte von der Tour d’Europe ausgedruckt; wo geht’s weiter?
| Wann | Von | Nach | km | Hm | |
| 08.07.16 | Bonn | Leuven | 197 | 1200 | |
| 09.07.16 | Leuven | Dünkirchen | 192 | 822 | |
| 10.07.16 | Dünkirchen | Calais | 44 | 85 | |
| 10.07.16 | Dover | Canterburry | 33 | 462 | |
| 11.07.16 | Canterburry | Greenwich | 102 | 1017 | |
| 12.07.16 | Greenwich | Oxford | 122 | 936 | |
| 13.07.16 | Oxford | Westbury | 104 | 1136 | |
| 14.07.16 | Westbury | Chord | 72 | 997 | |
| 15.07.16 | Chord | Plympton | 126 | 2394 | |
| 18.07.16 | Santander | San Pedro de Romeral | 70 | 1329 | |
| 19.07.16 | San Pedro de Romeral | Santo Domingo de La Calzada | 173 | 1631 | |
| 20.07.16 | Santo Domingo de La Calzada | Antesillas | 100 | 602 | |
| 21.07.16 | Antesillas | Jaca | 164 | 1964 | |
| 22.07.16 | Jaca | Tarbes | 156 | 1913 | |
| 23.07.16 | Tarbes | Carcassonne | 230 | 2328 | |
| 24.07.16 | Carcassonne | Clairac | 114 | ||
| 25.07.16 | Clairac | Le Vigant | 113 | 1531 | |
| 26.07.16 | Le Vigant | Florac | 76 | 1570 | |
| 27.07.16 | Florac | Transfer Bus&Bahn Florac Lyon | |||
| 27.07.16 | Lyon | Bourg-en-Bresse | 60 | ||
| 28.07.16 | Bourg-en-Bresse | Noiraigue | 185 | 2429 | |
| 29.07.16 | Noiraigue | Mühlheim | 190 | 1000 | |
| 30.07.16 | Mühlheim | Freiburg | 45 | 265 | |
| Fahrrad und Gepäck wogen 29,5 kg | 2668 | ||||
Warum habe ich das auf der Fahrradtour in Frankreich so oft gehört und hier ist es erloschen?
Viel Erfolg!
Courage ist wohl eigentlich der Mut und steht vor dem Erfolg und was wünscht man eigentlich?
Abenteur Heimat. Heimat? Der Begriff ist so schlimm besetzt von diesen Heinis, die …..obgleich, doch es gibt ja Begriffe wie Th….Heim….schu…b…., die ich nicht ausschreiben möchte, weil der Begriff mittlerweile ja zu einem Datensieb geworden ist und man auf die unangenehmste Weise sich darin verheddern kann.
In Bonn, in seiner Peripherie, bin ich aufgewachsen und nie davon los gekommen. Nicht aus Heimatliebe, sondern aus Angst. So etwas zeugt ja heut zu Tage von dem Sicherheitsbedürfnis des typischen Typus, den man nicht mehr Spießer nennen kann; also ich wäre vielleicht ganz gut in die Kategorie „Ökofaschist“ ein zusortieren, obgleich mir dazu die Gewaltätigkeit fehlt, aber ….und Straftaten, sind sie manchmal nützlich?, unterstütze ich nie, es sei denn solche, wie den Tyrannemord, also bin ich doch kein Faschist, also wie nennen wir einen Menschen, der sich nicht richtig internationalisieren läßt, dabei unreflektiert, wohlmöglich fremdenfeindlich usw. ist?
So bin ich auch nicht. Aber wie heißen sie, die, die nie weggekommen sind?
Beruhigt es mich, dass ein großer Textilanbieter, den ich durch einen Springbrunnen sehen kann, immer noch die selbe Marke trägt, wohin gegen sonst jedes Ladenlokal hier am Platz zumindest einmal den Besitzer gewechselt hat, seit dem ich hir bin.
Nebenan im Postgebäude habe ich sogar einmal gearbeitet, war Briefträger Anfang der Neunziger, mußte morgens früh dort die Post an einem speziellen Spint sortieren, bevor man nach Lautsprecheransage „abbinden“ und dann zustellen durfte.
Ungefähr ein halbes Jahr lang habe ich das gemacht; die Zusteller sind in dem Gebäude nicht mehr, nur noch ein eine Firma die sich „Deutsche Post AG RETAIL“ nennt. Wenn ich mich heute mit einem Zusteller unterhalte, bin ich mir ohne empirische Methode ziemlich sicher, dass sich das Arbeitsleben für viele Arbeitnehmer ziemlich verschlechtert hat.
Heul doch!
Aber der C&A ist doch noch da, hier am Bottlerplatz in Bonn. Der Springbrunnen, das Sterntor, ach ja, der Dönergrill im Rücken, den gab es auch schon, als ich Abi gemacht hab……
Ha,Ha, Ha.
Eben war ich auf einem Schrottplatz im beueler Industriegebiet, habe ein wenig Stahlschrott gekauft, um etwas zu bauen.
Da waren zwei Männer aus Afrika, richtig gut aussehende Schwarze, mit wachem, Blick. Sie kontrastierten sich nicht nur gegen den Schrott, der überall herum lag.
Ich muß gar nicht in die Welt hinaus gehen, die Welt kommt zu mir. Muß nur mit meiner Scheißangst klar kommen.
Wer jetzt meint, ich fände schwarze Menschen besser als weiße, hat einfach nicht kapiert, was ich sagen will.
Und wer merkt, dass er nen Scheißjob hat, der früher mal gut war, warum macht er das? Wegen der Angst.
Und wenn die Angst kriegen sollen, die an den Scheißjobs viel Geld verdienen? Dann ist man ein ein linkes Arsch, aber wenigstens kein Ökofaschist.
Ist mir halt aufgefallen beim Nicht-Reisen, die Zeitung zum Frühstück zeigt es; es geht zu Hause nicht mehr so darum, wie ich ein Frühstück bekomme, sondern was ich „konsumiere“.
Ob man gut informiert ist, hängt wohl auch davon ab, welche Form, welche Informationen, welches Förmchen das stärkste ist und nicht, wie wahrhaftig.

Vorbei die Reise, das Erleben und Erfahren. Jetzt darf ich mich wieder informieren.
In der Form verklebt alles, das Wesentliche erhält Hüllen, Kleidungsstücke, Fassaden.
Was bleibt ist mit Menschen gegenüber treten zu können, was so gut geht, wenn es nicht überein sein muss.
Nach dem vorhergehende Artikel „Im Zug nach Hause“ mag vielleicht einer meinen, er habe es mit einem „ewig gestrigen“ zu tun. Bin ich auch. Ich kann das nicht ver-gestern, es ist nicht gestern, der braune Kack und auch das „wir wußten ja nicht“ und „man wird doch noch wohl mal sagen dürfen“ und „ich bin kein Nazi, aber…“
Es gibt dieses Zitat aus des Teufels General von Zuckmayer, wo von der „Völkermühle“ des Rheins, geprochen wird; ein Begriff der heute auch „Melting Pot“ heißt.
Auf der einen Seite geht die Sonne unter, auf der anderen auf, dazwischen ist ein Fluß und rollt ein Fahrrad.
Der Kunstlehrer hatte in einem Jahr das Kursthema: „Mein Globus, meine Teile und Ich“
Das ICH gibt’s halt nicht.
In Freiburg stieg mit dem Fahrrad in den Zug und fuhr nach Hause
Dancing with the Buddha
Man muss ja etwas mitbringen! In einem dieser „Wofür kann ich denn jetzt auch noch mein Geld ausgeben“ Läden, finde ich den Kitsch-Buddha, bei poppiger Einkaufsmusik. Unwillkürlich tanze ich mit ihm zur Kasse und merke irgendwann, was ich tu.
Ich weiß nicht woher das geflügelte Wort Dancing with the Buddha kommt; so ist es mit diesen, sie fliegen einfach so durch die Gegend, man schnappt sie auf, gibt sie weiter und hofft, dass es gut geht.
Der Buddha hat mir schon geholfen. Kurz bevor ich das Foto gemacht habe, hat mich ein Herr im Fahrradabteil des Nahverkehrszug Freiburg Offenburg angepampt, ich sei ein Sonntagsfahrer, weil ich mein Rad durchschob ins Fahrradabteil und nicht im Eingang stehen blieb. Dabei kamen noch 5 Räder nach mir, aber der Herr hatte Angst, dass er sein Rad nicht mehr raus kriegt.
In Fahrradabteilen verhalten sich die Menschen, wie ein „Volk ohne Raum“, der beschriebene Herr ist nicht der einzige. Das Abteil ist total überfüllt. Eigentlich ist immer genug Platz da. Während ich schreibe, übernehme ich sanft die Rolle des Logistikmeisters, Danke, Bitte, hierhin Bitte, hebe Räder über andere.
Als erster fügt sich ein Mitbürger mit „Migrationshintergrund“ in meine Regie und hilft an den Bahnhöfen das FahrradMenschenknäul zu entwirren. Dann das übrige Volk.
Wunderbare Platzvermehrung. Teilen lernt man nicht nur bei facebook.
Ich bin ein Führer für ein Volk ohne Raum.
Aber ich habe ja den Buddha. Der hilft mir nicht überheblich zu werden.
….so heisst der Ort, in dem ich gerade bin. Sind ca. 130 km bis Basel.
Noch ein paar Bilder von den letzten Tagen, ist noch Zeit zum Frühstück und hier geht das Netz so gut.