Camping

1988 auf einem Campingplatz am Plattensee in Ungarn

Ein Mensch aus der DDR, aus Magdeburg, erzählt uns, dass er in der Tschechoslowakei einen Stop macht auf seinem Weg hierher. Da sei aber morgens das Zelt vom Tau feucht und das sei nicht gut.

„Was hast Du denn für einen Anspruch!“ dachte ich damals. Heute habe ich ihn selber. Gleich ist 9:30 und das Zelt ist noch nicht trocken. Allerdings hatte ich es feucht eingepackt. Hatte keine Lust so lange auf dem Campingplatz ohne Kaffee zu warten. Die Zeltplane hängt an meinem Fahrrad auf einem großen Platz vor einem großen Gebäude, auf dem „Theatre“ steht. Ich sitze in einiger Entfernung im „Cafe BELLEPLACE“ und überlege, wie ich es hinkriege, die Plane zu wenden, ohne, dass der Garçon denkt, ich wöllte (es heißt „wolle“, mußte ich aber nachgucken, scheiß Deutsch) die Zeche prellen.

Das Foto unten, dort entstanden, bezeichnet den Camping Platz ganz gut.

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Pour la famille

Gerade ist eine 5köpfige Familie mit genau so vielen Fahrrädern und einem Anhänger zu gestiegen. Verstehe nicht viel, aber die Schaffnerin ist immer noch sehr gelassen.

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Normandie, Indie

Langsam gewinne ich Gelasenheit im Gebrauch der öffentlichen Verkehrsmittel bzw. Europäischen Eisenbahnen mit einem Fahrrad.
Hatte mir im Bahnhof Saint-Lazare in Paris für den nächsten Zug mit Fahrradsymbol, der nach Cherbourg fuhr, ein Ticket Eingangs am Automaten gekauft. Tiefer im Bahnhof wurde dann angezeigt, dass die Züge in der Normandie nur mit Reservation zu nehmen sein.
Ich klärte also an einem Schalter etwas naiv ab, ob ich mit der automatisch erworbenen Fahrkarte auch eine Reservation für ein Fahrrad habe.
Die Frau am Schalter kommunizierte mit dem Google Übersetzer auf Englisch mit ihrem Handy mit mir. Raus kam, dass nicht und, dass mein automatisch erworbenes Ticket nicht umtauschbar sei…..
Ihre Lösung war die Schaffner*in zu fragen. In der üblichen Schlange eines Kopfbahnhofs und beim Besteigen des Zuges, sah ich keinen „Manager du train“, wie die Zugführer (nennt mensch die so noch bei der deutschen Bahn?) hier heißen
Das kleine Fach für drei Fahrräder war vollkommen leer und ich hing meins dort auf, aber nur für kurze Zeit.
Dann kamen die Menschen „avec Reservation“ und ich machte selbstverständlich Platz und fand für mein Fahrrad die Lösung auf dem Foto unten.

Die Contrôleuse ging schon zwei mal dran vorbei, hatte nichts aus zusetzen, kontrollierte meinen Fahrschein…..

Wie mensch gut sehen kann, hätten die anderen Fahrräder dort noch einfacher mit demontierten Laufrädern hinein gepasst. Mit den entsprechenden Fächern könnte mehr als die doppelte Anzahl an Fahrrädern dort untergebracht werden.
Selbstredend ist das für eine kurze Strecke recht aufwändig, die fährt dieser Zug aber nicht. Er brettert erst mal durch bis Caen.
Ich sitze so auch nicht auf meinem reservierten Platz, sondern auf einem Notsitz direkt neben den Fahrrädern, was gut ist.
Eben stand ein Typ, ja ein Typ, in Rennradklamotten, schick, old fashioned, aus Wolle und Seide gewirkt, das obligatorische Mützchen des Radfreaks auf dem Kopf, sinnend, verwegen, dreist ein Multitool in der Hand drehend, vor den Fahrrädern, von denen keins ihm gehörte, schaute sich um und ich glaube nur mein wütender Blick hielt ihn ab davon, Hand an zulegen.

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Dans Le Train

Es warteten schon viele am Gleis, als ich 20 Minuten vor Abfahrt dort war. Hier auch die, an mir selbst kritisierte, Anspannung, das Scharren mit den Hufen; als das markante Zischen durch die Bremsanlage geht, will einer schon rein, aber die Türschalter haben noch nicht auf Grün geschaltet.(Der Tempuswechsel war hier beabsichtigt)

Beim „Boarding“ verteilt sich die dräuende Maße gut im Zug und für den RadfahrEnden zeigt sich eine schöne Infrastruktur. Platzsparende Möglichkeiten das Fahrrad aufzuhängen, extra Ablagemöglichkeiten für Großgepäck, die in Deutschland in vergleichbaren Zügen oft fehlen, an jedem Sitz Steckdosen gemäß dem unter Strom stehenden, digitalen Zeitalter, die in deutschen Nahverkehrszügen jetzt erst nachgerüstet werden.

In der Region „Hauts-de-France“ ist es sinnvoll, vielleicht auch zwingend, eine kostenlose Reservierung für das Fahrrad im Netz durch zuführen. Beim Ticketkauf am Schalter geht das nicht. Eine Frau hinterm Schalter in Maubeuge machte das mit meinem Mobiltelefon. Graue Haare helfen manchmal weiter.
Allerdings konnte ich später mit dieser Möglichkeit nichts finden, um ein Fahrradmitnahme von Paris nach Cherbourg zu reservieren. Wird sich in ein paar Stunden klären, wie ich von Paris aus in die Normandie komme.

Übrigens war es wohl nicht korrekt von einem Nahverkehrszug zu schreiben: Der Zug hatte einen Halt kurz nach Maubeuge. Jetzt rast er schon über eine halbe Stunde. Ich vermute der nächste Halt ist Saint-Quentin.

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Maubeuge

In Aachen war ich am ersten Tag mehr als 1h früher, aber der „Dreiländer Zug“ über Maastricht nach Liege, fuhr eine halbe Stunde später, aufgrund eines medizinischen Notfalls los und in Maastricht nicht mehr weiter. Ich kam zwar durch Belgien, hatte aber in Maubeuge keinen Anschluss mehr nach Paris.
Eigentlich war damit zu rechnen, aber das Gefühl, dass der Zug in Aachen am Gleis einfach nicht los fuhr, mein Gefühl dazu, war nicht zu beherrschen, dito das Nicht-Weiter- Fahren in Maastricht.
Der Tourist wandelte abends enttäuscht durch eine Stadt fast ohne historische Fassaden.
War nur das Werk seiner „Volksgenossen“ vor über 80 Jahren. Wann maschieren hier die „Schweigemärsche“ wie in Dresden von den ewig Gestrigen? War ja was ganz Anderes: Artillerie, keine Bomber…ja klar, da können sie auch noch stolz drauf sein.

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Zänk You Deutsche Bahn

In Köln Süd Bahnhof fing die erste Fahrradrallye an. War mir sicher, dass der Anschluss in Köln Hbf nicht erreicht wird. Bin dann halt mit dem Fahrrad zum Hauptbahnhof, was ich kurz vor Abfahrt des Aachener Zuges geschafft habe.
Mal sehen wie die Belgischen Bahnen fahren. Muss in Liege, Charleroi und in Maubeuge, das zwar französisch ist, aber wie Aachen von der belgischen Bahn mit bedient wird, umsteigen.

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Einfach losfahren

Einfach losfahren?

Dagegen steht der Plan oder die „Planerei“ und dies Mitteilen hier, dies Teilen, to „share“, ist ja auch nichts weiter als manifestierte Langeweile.

„Bei Facebook habe ich Teilen gelernt.“

Jetzt müßte ich eigentlich schreiben, „Ironie off“. Habe ich ja getan.

Und was hier preisgeben? Keiner möchte mehr auf Fotos und wir nähern uns dem Bilderverbot der monotheistischen Religionen auf ungeahnte Weise.

Veröffentlichen nur in der Hinsicht: Menschlicher zu werden……etwas kapieren……mit Formulieren, Wortfindung der Menschlichkeit näher kommen.

Ich bin nicht besonders gut darin, will aber, würde gerne; weltgewandt, in dem Sinne, auf einen behaglichen Punkt zu kommen, bin ich ein Versager in all den logischen oder anderen Geschicklichkeitsspielchen. Und „besonders gut sein“, welche Form von „Gutmenschen“, sind das, diese „Leistungsträger“?

Ein Konstrukt, das ins Herz geht, den Treffpunkt von Gedanken und Gefühl ausmachen.

Und ich begebe mich in das Land auf einer Insel, wo die Musik von verschiedenen Instrumenten, schnell, aber nur einstimmig, ohne Notierung, auswendig gelernt, in kurzen tunes, gespielt wird.
Die Balladen sind langsam und getragen, typisch. Allein dieses Typische kann ich nicht beschreiben, warum trifft es so? Warum oft hart am Rand vom Kitsch? Warum kann ich nicht so schnell spielen, wie es in einem Reel erforderlich ist?

Wird es regnen?

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Der Goldene Bär

2016 hatte ich ihn verlangt und jetzt endlich bei einer kleinen Radtour an der Our bekommen

Frust und Lust

50,2603806, 6,2083077

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Die Nacht der Langen Messser

am

Auf dem Braunhemd der rosa Winkel

E-Dur

Das hätte für Ernst Röhm sich gehört

E-Dur

Der SA Chef erregte Dünkel

Am

Und der Führer erlegte ihn empört

F-Dur

Eine Dame, ist heut lesbisch

am

Und sie führt neue Hassgemeinschaft an

am

Keine Frage, gar nicht drastisch

E-Dur                          am

Wie lange Bernd das tolerieren kann

 

Refrain:

am                                                    dm

Ach wär’s nicht wirklich einfach besser

G-dur

Die Nacht der Messer

C-dur

Der langen wär schon da

F-Dur                                             am

Nur wer ist Schleicher Röhm und wer ist Strasser

fm                                          am

In vielen Fällen scheint es heut schon klar

 

 

Franz von Papen

Der Totengräber

Wurd‘ sogar in Nürnberg verschont

Nur Herr Jung

Sein Redenschreiber

Bei dem hatte Hitlers Kugel sich gelohnt

Konservative, die heut‘ hetzen

Gemeinsam mit ihrem alten Fritz

Sollten sich mal lieber setzen

So’ne Kugel später ist vielleicht kein Witz

 

Refrain

 

Wen Geschichte

Einfach nichts angeht

Oder 13 als 1000 Jahre sieht

Der, wer mit Hass

Seinen Mann steht

Diesen Weg der Durchgeknallten geht:

Wenn sich der Hass verfestigt in die Macht schmiegt

Räumt er mit Weggenossen und -bereitern auf

Wer sich gewiss, dass er etwas vom Sieg kriegt

Nimmt oft eine großes Risiko in Kauf.

 

Refrain:

am                                               dm

Ach wär’s nicht wirklich einfach besser

G-dur

Die Nacht der Messer

C-dur

Der langen wär schon da

F-Dur                                                        am

Nur wer ist Schleicher Röhm und wer ist Strasser?

fm                                     am

0der wird’s noch krasser, wird’s noch krasser?

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Unbeschränkt

Jetzt bleiben die Tassen fest im Schrank

Denn so beschränkt dem Merz sei Dank

Deutschland trinkt sein Mass wie panne

Södernd aus der Kaffekanne

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