in medias res

Mit dem Frühstück in Form miert
Frisst man sich ein
Wie sich medial die Welt geriert
Das Schlimme nur: So wird sie sein

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Grade

Nicht vieles
Ich fühl es

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Leistungsgesellschaft

Es sprach im Harem der Großscheich
Gebt mir einen Knaben für’s Großreich
Die Damen, sie spurten
Es kamen die Geburten
Erfolgreich ist die
Die brav folgt gleich

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Diese Flaschen

Muss warten
Am Automaten

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Bunt

Edelweisspiratenfestival

sie ist für mich einfach schöner, diese Buntheit.

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Nach gestochen

Aus Derry, Nordirland. Wie kann man einen Kriegshelden so darstellen?
Sticht auf einen am Boden ein mit dem Bajonet. Oder ist das Anti-Kriegs-Kunst?

Jpeg

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Fahrradabteil


Auch ne Art Fahrrad zu fahren. Da sollte ich mal konzentriert und systematisch dran gehen: Das Fahrradabteil im Nahverkehrszug Untertitel: Tragikomik menschlicher Mobilität. Das wichtigste ist für mich der Mischgeruch von Reinigungsmitteln, angefeuchtetem Klopapier, menschlichen Exkrementen und noch irgendwas, das aus der prinzipiell am Fahrradabteil angegliederten, Fahrgasttoilette kommt…..Radfahren ist halt scheisse, zu mindestens für Bahnabteilkonstrukteure.

Aber ich bin ja nicht konzentriert und systematisch: Meine Radtour nach Irland begann im Zug und endet da. Fahre gerade von Aachen nach Köln und dann geht’s weiter nach Bonn.
Eigentlich wollte ich schon in Maastricht auf den ÖPNV umsteigen, aber den gewöhnlichen Bus nach Aachen gab’s nicht. Der Bahnhofsangestellte mit Leuchtweste, einenin Mann mit roter Nase und grauen Haaren, wirklich sehr gut im Informieren, wollte mein Gejammer vom Gegenwind nicht hören:
„Fahr doch einfach zurück. Dann hast Du Rückenwind und noch mehr Urlaub!“
Und: „Nein, wir streiken nicht. Wir haben andere Probleme. Aber bei einem kannst Du Dir sicher sein: In Aachen werden die Züge fahren. Und jetzt los. Mit Deiner Figur brauchst Du 45 Minuten.“
Herrlich.
Ich habe 1,5 h gebraucht, aber es lief gut durch die hügeligste Gegend, die die Niederlande zu bieten haben.
In Aachen an der Ampel rief aus einem Renault Twingo heraus mich ein Mann an:
„Und..alles in Ordnung?“
Ja.
Frag mich oft, ob mich dann einer verarschen will…..aber er wollte nur kommunizieren, hält ein Bündel mit verpacktem Essen hoch, lacht mich an.
„Arbeite gerade, Essen ausfahren. Aber alles in Ordnung, Frau und Kinder und so?“
„Ja!“
Er lacht und die Autoschlange bewegt sich mit ihm fort.
Ich finde das toll. Meine Reise übrigens auch. Gerade fahre ich mit dem Zug in Richtung Oberkassel im Bahnhof Köln-Deutz ein.

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Diest

„Wann haben wir schon mal gutes Wetter, mit Ostwind und so. Grad, wenn dieses Dingen hochgehen muss und uns der ganze Dreck hier rüber geblasen wird!“

1987 hat mir das ein LKW Fahrer mal beim Trampen gesagt. Er war zwar kein Nazi, aber….und schon damals also nach Tschernobyl, gegen Atomkraft. Angela Merkel hat dazu noch Fukoshima gebraucht.

Manche brauchen halt länger….ich auch wegen des Ostwinds.
Bei der Hinfahrt hatte ich Westwind jetzt kommt er schon seit dem Co. Clare aus Osten.
Ich danke Gott für mein rationales Wesen, nicht irgendwelchen Verschwörungstheorien anheim zu fallen.

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Tremelo

Bin irgendwo im Dreieck Brüssel, Gent , Antwerpen, noch über 100 km bis Aachen, östlich von Mechelen, wo ich die Nacht verbracht habe.

Gestern abend ind Dendermonde ging der Strom zuende, was schlecht fürs Navigieren ist und den Dynamostrom braucht das Licht. Dann hatte ich einen Platten. Ein dünner rostiger Nagel, der es auch durch einen Schwalbe Marathon plus geschafft hätte.

Show-Flicken vor einer flämischen Kneipe. Die hatten ihren Spass und lauter gute Tips. Um sie Abzulenken, hatte ich sie mit der Aufgabe betraut, einen Schlafplatz für mich aufzutreiben.

Ein Paar meinte, es sei kein Problem, bei Ihnen zu nächtigen. War’s aber doch, für mich. Der Mann hatte ein Barcelona-Shirt mit „Messi“ drauf an.

Auf den Inseln hatte ich gesehen, wie die Schafe rückwärts laufen, so bin ich aus deren Haus raus.

Auf der Fahrt nach Mechelen 22 km war ich echt bedrückt. Die waren wirklich freundlich, aber ich habe es da einfach nicht ausgehalten.

In Mechelen gab’s ein Hotel. Stell ich der belgischen Eisenbahner Gewerkschaft in Rechnung: Streiken find ich toll, aber am Bahnhof war das nicht zu merken. Die hätten wenigstens eine Streikwache da aufstellen können, dann hätte ich direkt weiterfahren können.

Und es ist eine Schande durch die flämischen Städte einfach so durch zu fahren. Gent find ich doller als Brügge, weil es nicht so museal ist.

Jetzt kommen auch noch ein paar kleinere von diesen wunderbaren Backsteinkompositionen.

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Gent

Die Bahn streikt in Belgien. Deshalb war auch keiner am Schalter. Fahre ich halt mit ‚m Fahrrad nach Hause.
Wird eine schöne Nachtfahrt werden.
Weiter geht’s.

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