PlakatLand

bezahltwird

Veröffentlicht unter Tägliche Einträge | Schreib einen Kommentar

Sommerabend

Der Sommer steht in Abendstille

Die Wärme wirkt ein spürbar wohlig Band

Was ist jetzt Kraft, Entscheidung, Weisheit, Wille

Wo fährt das Band mich gegen meine Wand?

 

Die Reize reizen frei und offen,

Verdeckt zu gleich, weil fass mal irgendetwas an!

Die einen haben sich schon längst besoffen

Die and’ren baggern einfach kräftig an

 

Am schlimmsten ist das Sublimieren

Wenn wir uns statt auf and’res richten

Uns weit erheben von den Tieren

Das endet oft in schrecklichen Gedichten

Veröffentlicht unter Gedichte, Tägliche Einträge | Schreib einen Kommentar

Schlaftrunk

Im Gekritzel unbenommen

Mit Idioten klar zukommen

Suche ich nach starken Worten

Um die Blödheit zu verorten

Die mir schrill entgegenquillt

Endlich ein bizarres Bild

Veröffentlicht unter Gedichte, Tägliche Einträge | Schreib einen Kommentar

Nichts buntes und keine Schwarzweißmalerei

banner

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Zieltag

Die Ausstellung war mir nicht drastisch genug.
Ich wollte eigentlich ein differenziertes Urteil abgeben, aber ich versteige mich dabei. Ich finde Gedenken reicht nicht, es müßte viel stärker ein „Gefühlen“ sein, ich versteige mich schon wieder….vielleicht besorge ich mir den Katalog, um es richtig zu kritisieren oder ich schaue mir noch mehr 1. Weltkriegsjubiläen an. Vielleicht finde ich etwas, das mir zu passen scheint. Ums Passen geht’s ja auch nicht….schluss.

Zurück bin ich über Leverkusen gefahren, viel Regen war dabei, viel Autoverkehr, viel Stadt.

Das schönste?

Das Morsbachtal zwischen Remscheidt und Wuppertal. Kleine Häuser, gewachsener Wohnraum, geschachelt am Hang, wie im Süden nur mit viel Schiefer verkleidet.

Im Nachtrag die Fotos:

Rösrath

quepassaWermelskirchen

fan

hausTasse Kaffe

TasseBei Kaffeetassen falle ich in gewaltigen ästhetischen Anspruch. Die hier ist z.B. unmöglich. Eine schwarze Kaffeetasse, riesig geformt wie ein Espressotässchen und schwarz, glänzend. Das geht gar nicht! (einer der bescheuertsten Urteilsstereotypen, deshalb schreibe ich es so, um mich selber so unbedarft darzustellen) Das geht alles, aber mir gefällt es nicht. Die Tasse gab es so im Cafe der „Von-der-Heydt-Kunsthalle“. Tassen sind wichtig bzw. Trinkgefäße sind sehr wichtig für mich: Zum Festhalten, Nähren und zum Zeichnen, zum Begreifen von wesentlichem.

 

 

Veröffentlicht unter Tägliche Einträge, Tassen | Schreib einen Kommentar

Trantagfahrt durch Jubeldeutschland

Um 15 Uhr bin ich wirklich erst losgefahren. Den Morgen verbrachte ich mit Telefongesprächen; es ging um die Webseite. Die Gebühr konnte nicht eingezogen werden. Nicht weil kein Geld dagewesen wäre, sondern weil die Bank deren Computer die Lastschrift schon vorliegen hatte, damit nicht klar kam, dass drei Buchstaben in ihrer BIC fehlten.

 

Der arbeitsfreie Morgen bestand aus dem Quark und Tran eines schwülen Sommertages und wurde mit dieser Unanehmlichkeit noch matschiger. All die Frische fehlt dann, die ich für den Aufbruch brauche.

So gings weiter:

Nach Troisdorf fuhr ich über Bergheim, mit reiner Ortskenntnis und dann hatte ich vergessen, dass hinter Troisdorf die Wahner Heide, ein militärisches Sperrgebiet ist, beharrte aber weiter darauf einfach mit dem Kompass, ohne auf die Karte zu gucken, zu fahren, so dass ich erst nach zwei Stunden und 4o km in Rösrath war.

Von da war die Fahrt ganz schön: Es wurde grüner und das Fussball-Weltmeister-Spiel Deutschland gegen Frankreich hatte die Strassen vom, hier doch ziemlich dichten, Verkehr sauber gefegt.

Hinter Bensberg bin ich die Sülz hochgefahren, sah noch öfter zwischen Baumspitzen, die Spitzen vom Kölner Dom im schwülen Rheindunst liegen.

Wenn man parallel zum Rhein durch Bergische fährt, kreuzt man zwangsläufig das herabfließende Wasser; nicht brutal ist das, aber schon ein auffälliges Rauf und Runter.

In Wermelskirchen hatte Deutschland 1:0 gegen die „schwulen Froschfresser“ gewonnen, was mir ein eher dunkel jubelnder Mensch am Strassenrand im Vorbeigehen mitteilte.

Trotzdem wurde mir klar welche orgiastische, menschenverbindende Wirkung der Fußball hat: Kinder, von denen ich mutmaße, dass sie einen gewissen Migartionshintergrund haben (ist das jetzt korrekt ausgedrückt?) hatten das schwarz-rot-goldener Banner zwischen sich aufgespannt und jubelten mir zu, als wenn ich gerade auf meinem Rad irgendein Rennen für Deutschland fahren würde.

Für mich ist es ja ziemlich bizarr durch dieses Meer von „Deutschlandfahnen“ zu fahren, das Bergische ist auch arg beflaggt. Aber wenn man sich überlegt, das z.B. Organisationen die sich „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ nennen, wirklich keine rechten, sondern demokratische Tendenzen gerade in der Endzeit der weimarer Republik vertraten, könnte man vielleicht mit den Farben der Lützower Jäger irgendetwas gutes bewirken, obgleich die ja von Napoleons „Froschfressern“ in einem Hinterhalt aufgerieben………?

Ausserdem, wenn man die Autokorsos sieht, die mittlerweile schon wieder polizeiliche Betreuung brauchen: Das Volk will Brot und Spiele….. und Autos! Ist ja kein singulär deutsches Phänomen, aber warum brauch man zum Jubeln mindestens 50 PS und eine Autohupe?

 

Ob der Fussball irgendwann mal diesen durchdringenden, faden Geschmack wie der Radsport bekommt? Alle gedopt? Alle korrupt? Scheint nicht so.

 

Aber wichtig: Gleich gucke ich mir Ausstellung zum ersten Weltkrieg „Menschenschlachthaus“ in Wuppertal an. Anläßlich des „Jubiläum“ 100 Jahre Ausbruch des 1. Weltkriegs. Kommt „Jubeln“ von „Jubiläum“? In den Krieg hat man sich auch hineingejubelt; Fussball deckt das Bedürfnis nach gemeinsamen Jubel ziemlich gut ab, die negativen Begleiterscheinungen sind relativ harmlos; also weiter so Deutschland bitte, mit dem schwarzrotgoldenen Banner der 48ziger Revolutionäre.

 

Veröffentlicht unter Reisen, Tägliche Einträge | Schreib einen Kommentar

Wendel Weltkrieg Wuppertal

Jemand hat mir geschrieben ich müsse mir unbedingt die Ausstellung „Menschenschlachthaus“ in der „Von-der Heydt Kunsthalle“ in Wuppertal anschauen. Ist ja eigentlich schon wieder ein Grund es nicht zu tun. Warum dieses „adhortative“ „Sie müssen sich unbedingt…!“?

Klar, ich kann es nur als Tip auffassen. Warum aber meinen viele immer wieder, das was sie, müssen die anderen auch? Warum beschreibt man die Dinge nicht einfach, die man „teilen“ möchte, anstatt sie zuzuteilen, bzw. zu Zwangsveranstaltungen zu erklären?

Ist trotzdem ein gute Aufhänger. In Wuppertal war ich schon einmal mit dem Fahrrad. In seine Enge eingeklemmt, von der Schwebebahn teilweise verdunkelt, vom Leid der Kommunen, die finanziell in unserer Staatsverfassung die letzten in der Nahrungskette sind, vom Schauder des Verfalls geprägt, hat die Stadt eine Menge bizarren Charme.

Vielleicht komme ich um drei Uhr los mit dem Rad.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Das ist das

In den Falten meines Seins

Such ich tief nach einem Was

Das mir weit von Wortenschein

Sagt, bedeutet das ist das

Veröffentlicht unter Gedichte, Tägliche Einträge | Ein Kommentar

Gläschen

sektfrüh

Bin immer wieder fasziniert von ihr:

Eine Dame sitzt in einem Strassencafe, von denen es bei uns viel zu wenige gibt, auf dem Gehsteig, vor einem Glas Sekt. Oft schon sehr früh. Oft wenn es noch sehr frisch ist, dann mit einer Decke über den Beinen, in einem konservativ, modischen Halbmantel.

Sie sieht anders aus, als die Dame auf meiner Zeichnung, die eine Notiz ist, eher beschreibt, als bezeichnet.

Bewegt bin ich davon wie sie vor dem Getränk mit aller Zeit der Welt sitzt und es nicht anzurühren scheint. Denke oft, dass dieses, für mich so schöne Bild, Glück ist. Sicherlich ist es anders.

Ein Motiv ist etwas, das bewegt. Menschen vor Getränken in Ruhe: Immer noch habe ich einen alten Bauern in Kastilien im Kopf, der an einem heißen Tag vor einem perlend-kalten Weißwein Glas sitzt oder ein paar allgäuer Bauern vor ihren Humpen, die mich sogar aufforderten (hockst di) mich dazu zu setzen, mich zum Betrachten der Bierkrüge in Stille mit einluden.

Dieses Motiv klingt nach älteren Ölmalereien, kein Bild für heute. Ich kann mich aber an kein altes erinnern.

 

Veröffentlicht unter Tägliche Einträge, Zeichnungen | Schreib einen Kommentar

Langsam läuft’s und alles mystisch

Irgendwie klappt’s dann doch immer.  Aber warum es zuerst mit der Einrichtung von WordPress auf meinem neu erworbenen webspace nicht funktionert hat und jetzt doch, bleibt mir im einzelnen schleierhaft.

Dazu poste ich erst einmal das Statthalter-Bild, das über ein Woche lang, „www.wendelwillweiter.de“ als Baustelle markierte:

grad

Und die Relevanz (wat will der eigentlich?):

Der Wille für eine eigene Seite,  ein Stück asozialer Austritt aus „sozialen Netzwerken“ und das „Weiterfahren“ meiner Touren mit dem Fahrrad. Aber warum?

„Ich glaub nicht, dass ich mit dem Ansporn mit dem Fahrrad nach Lissabon gefahren bin, in die Zeitung zu kommen!“ sagte ich vor kurzem zu einer Zeitungsfrau, die vielleicht etwas in der „Kaninchenzüchterspalte“ über meine Tour nach Lissabon schreibt.

„Aber sie haben den Blog geschrieben!?“

Meinetwegen, ich will etwas besonderes sein, ein toller Typ oder so etwas. Ist es das?

Genau an dieser Stelle habe ich immer wieder rauf und runter geschrieben, die Sätze immer wieder gelöscht. Das Zweifeln und das Verzweifeln ist es eigentlich. Tolle Typen sind mir fremd; aber vielleicht nur deshalb weil ich sie beneide. So zweifle ich gerne.

Veröffentlicht unter Tägliche Einträge | Ein Kommentar