Nightride

Nightride ist für viele, voll befunzelt, mit dem Fahrrad nachts durch den Wald zu fahren. Es geht darum, dass man die Wege taghell macht, um genau so schnell wie sonst mit dem Mountainbike durch den Wald zu fahren. Ist ja umstritten, ob das so gut ist, dem Wald auch noch die Nacht zu nehmen, z.B. Jäger und dann gibt es auch noch andere Tierchen dort, mögen das gar nicht gerne, wenn es im Wald nachts taghell wird.

Ich mach das anders herum. Fahre gleich, hoffentlich klappt`s, wenn es nämlich total regnet, fahre ich nicht los, mit dem Fahrrad nach Ijmuiden zur Fähre nach Nordengland, um dann weiter nach Schottland zu fahren. Ich habe das mal vor ein paar Jahren gemacht, aber nicht von Bonn, sondern morgens von Emmerich an der niederländischen Grenze, das waren nur 170, jetzt sind es 300 km. Keine Ahnung, ob ich das schaffe, morgen um 17 Uhr 30 pünktlich an der Fähre zu sein, fährt aber jeden Tag.

Ich scheuche also keine Tiere auf, sondern sehe wie die Menschen in ihre Löcher verkrochen, irgendwann wieder raus kommen und ich hoffentlich noch nicht schlafend vom Rad gefallen bin.

Bekloppt ist das schon. Ein paar haben mir die Relevanz davon erklärt: Du machst das nur, um davon erzählen zu können. Stimmt bestimmt, sonst gäbe es diese Seite nicht; aber welche Mensch erzählt nicht irgendetwas, was er mal erlebt hat.

Bildschirmfoto vom 2014-12-06 18:00:10

Veröffentlicht unter Reisen | Schreib einen Kommentar

Wendel went to Wollywood

Ole Lentfer von http://www.lentfer-filmproduktion.de/ hat einen Film über mich als Fahrradmenschen gedreht. Ich finde den ziemlich gut fotografiert und vielleicht liegt es an meinem fortgeschrittenen Alter oder an meiner Eitelkeit: Ich finde es halt toll, „mal in’s Fernsehen zu kommen“.

Veröffentlicht unter Filme | Schreib einen Kommentar

Fröndenberg

P_20141116_154703_1

…..trotzdem bin ich begeistert von den Dingern. Endlich kann ich in aller Ruhe durch all das Widrige Fahrrad fahren, das einem Ruhe beschert: Keine Motoradfadfahrer, keine Autoausflügler, nur ein wandelndes, winkendes Paar am Wegesrand, in einem verregneten Bergischen- und später in einem dunklen Sauerland, auf Wegen vom restlichen Verkehr vollkommen unbehelligt. GPS am Rad entspannt und erweitert den Horizont, weil es mittels der richtigen Routen auf Wege führt, die man einfach so nicht finden würde.

Der Tag fing schlecht an. Von der Lesebrille, die für den Navi brauche, fiel, bevor es losging ein Bügel ab, ebenso zerriss mir ein Schnürrsenkel von meinen Radschuhen, dann merkte ich, dass die Halterung vom Navi nicht dem Durchmesser meines Lenkers entsprach. Aber gerade das ließ mich, nachdem die Hindernisse geschafft waren ziemlich schnell aufsitzen und dann rollte es eben.

Begegnungen gab’s auch. In Iserlohn ein den Weg kreuzenden Fußgänger: „Kuck ma! Däa fät ganz ohne Äläktrik“. „Spoatlich“, meinte seine Begleiterin. Das finde ich auch so bemerkenswert am Radfahren: Es katapultiert einen vollkommen unisoliert in andere „Kulturkreise“ , im faradeyschen Käfig Auto gibt es das so nicht.

Screenshot_2014-11-16-09-21-26_1

 

 

Veröffentlicht unter Reisen | Schreib einen Kommentar

Herbstschmerz

P_20141031_103449_1

Veröffentlicht unter Gedichte, Reisen | Schreib einen Kommentar

MTB fahren

Es geht. Man kann mit dem MTB zum MTB-fahren fahren

Screenshot_2014-10-31-07-39-40_1Jpeg

Veröffentlicht unter Reisen | Schreib einen Kommentar

Ruhe und Frieden

Ruhe hält schreiendes Kind

Fest im tröstenden Arm

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Der starke Geschmack

Eine Portion Spaghetti mit

Knoblauch, Olivenoel, Tomatenmark

Beschwört eine Sehnsucht

Nach starkem Geschmack:

Rotwein, Espresso, die kräftige, dunkle Zigarette,

Sehnsucht, nach Zunge, Gaumen und Nase

Bronchien und Lunge, Sehnsucht nach

Kraftgeschwollenem Spüren.

All das, ausser den Nudeln „aglio olio“, lass ich

Ungestillt liegt Knobllauchkraft

Im körperlichen Wesen fordernd

Das kühle, satt die Kehle rinnende Bier

Lass ich schon seit Jahren

Denk meinen Teil

Hunger des Gedankens

Dein Verzicht

Glückseelige Sehnsucht.

Veröffentlicht unter Gedichte | Schreib einen Kommentar

Weniger ist mehr

Ach hätte ich doch Intellekt

Und nicht bloß viele Sachen

Ich hätte vielleicht sogar etwas entdeckt

Rein geistig, da ließ ich es krachen

Veröffentlicht unter Gedichte | Schreib einen Kommentar

Widerwillen wilder Wille

Wenn es doch die Leere wäre

Die mir oft das Herz beschwere

Wirklich ist es nur der Wille

Wildgeworden voller Fülle

Veröffentlicht unter Gedichte | Schreib einen Kommentar

moralisch tief zweifeleregend

da hatte er den freien willen

nur zum chillen

Veröffentlicht unter Gedichte | Schreib einen Kommentar