A Better World

Das Bahnhofsgebäude in Arnhem ist modern, aber licht, weitläufig, wie für Menschen gemacht.
Zuerst komme ich mit meinem zu Hause gekauften Ticket nicht durch die Schranken, die den Zugang zu den Gleisen versperren.
Am gut besetzten Fahrkartenschalter gibt man mir ein Keyticket. Obgleich ich einen Zug aufgrund des Schienenersatzverkehrs verpasst habe, habe ich direkt Anschluss nach Amsterdam.
Alles besser hier. Dann geh doch rüber!

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Niederrhein

Die Anzahl der Schriftsteller ist seit der Einführung des Smartphones immens gestiegen: Um mich herum in einem Nahverkehrszug von Duisburg Richtung Niederlande, schreiben alle fleißig, so wie ich. Sterkrade heisst der Bahnhof jetzt im Fenster, klingt so, als wenn ich schon in den Niederlanden bin, is aber nich. Neben mir scheppert ein Handykopfhörer, eine Girlgroup besäuft sich und ist laut. Die Klimaanlage bläst kalte Luft in mein vom Umsteigestress geschwitztes T-Shirt.

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Verdruss….

Ich würde gerne ausdrücken können, wie die schlechte Befindlichkeit eines Menschen als üble Laune und wie als Hilfsbedürftigkeit gesehen werden kann.

Die am Morgen schlecht gelaunten, was für eine Qual, nach der täglichen Ruhephase, aus ihr herausgetreten, direkt sich und alles andere übel zu empfinden.

Morgenmuffel haben Mitleid verdient, blos nicht von mir. bin selber einer.

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Befreiungsschlag: Wendy ’s open again

Die Tage sind gezählt
Die Seite wieder frei
Und wer mich jetzt noch wählt
Das ist mir einerlei

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Sehnsuchtsland

Soll wieder nach Westen gehen, dieses Jahr; obgleich dann einem der Wind entgegenkommt, sind’s für mich oft die schöneren Reisen.
Portugal habe ich schon zweimal mit dem Fahrrad erreicht und 1989 mit einem Dreigang Hollandrad Irland.
Jedesmal war bis nach Amerika nur noch der Atlantik dazwischen. Da wird mehr Sehnsucht erfüllt, als z.B. letztes Jahr, als es auf direktem Weg durch Hessen, Franken, Tschechien, das Weinviertel, die Slovakei nach Budapest ging.
Aber das ist nur ein Kopfgebilde, so wie die Sehnsucht an sich. Um die Gefühle herum zu tanzen, ihnen durch Beschreibung Wichtigkeit zu verleihen, sie nach zu empfinden, an ihnen zu kleben, sie verkopft immer weiter von ihrer Funktion, die ohnehin fragewürdig genug ist, zu entfremden…….
Gerade geht es ohnehin nur darum zu üben: Klappt es mit der Klapptastatur und dem Smartphone. Ja, wie man sieht. Und wird es klappen, mit irgendwelchen Zielen im Kopf, getrieben, irgendwo und öfter in einer gastronomischen Einrichtung, Texte über die Fahrradreise nach Irland 2018, abzusetzen?
Begegnen will ich beschreiben können. Runter will ich von den Begriffen, von „den Iren“, „Irland“, vom „Westen“, von der Sehnsucht, vom Blödsinn; man möge nur einmal von „Thoreaux, Vom Wandern“ sich anschauen. Da ist nichts ausser Kopfgebilde, furchtbar.
Trotzdem: Habe wieder Bölls „Irisches Tagebuch“, eine „Irische Geschichte“ aus dem Reclam Verlag von einem Herrn Körner, ein Buch aus dem Rotbuch Verlag über die IRA von 1999, dessen Verfasser ich gerade nicht kenne, gelesen. Gerade führe ich mir von Rolf Breuer, „Irland, eine Einführung in seine Geschichte, seine Literatur und Kultur“ zu Gemüte. Es kommt mir am besten vor, aber wie soll ich das ordentlich beurteilen, weil, was ist von der vorhergehenden Lektüre schon in meine Urteilskraft eingeflossen?
Was das Urteilen so lächerlich macht? Manchmal ist es notwendig und selbst dann oft nicht richtig. also kann man es so oft es geht einfach weglassen.
Ha, ohne Urteile auf die Reise, ohne Image, ohne Projektion, alles Ballast, auf dem Fahrrad, Gepäck, das ich nicht einfach weglassen kann.

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In der…..

Kneipe eben, standen unter anderen, drei Männer, die Englisch sprachen herum.
Einer sagte in jedem Satz mindestens einmal „fuckin'“.
Die sind bestimmt von „den Inseln“, meinte mein Mittrinker.
Ich fragte nach und sie waren aus den Staaten, Missouri, Arkansas und einer aus Boston, also Massachusetts.
Mein Freund meinte, ihr seid von den Inseln.
Ja, vielleicht, aber das ist schon lange her, sagte der aus Boston.
Wenn man Kennedy denkt, scheinen die Amis von den Inseln irgendwie auch die Besseren zu sein, als die aus Deutschland.
Aber eine nationale Sicht hat ja noch nie viel genützt.

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All diese Kritik….

die an den Autofahrenden bei mir ist, wie nehme ich die Wut da raus?
Wenn ich diesen Wahnsinn beschreiben will, versteige ich mich in den Wahn desjenigen, der meint ihm kämen tausende Geisterfahrer entgegen.

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Ruhe

Da fragte ich, heute Abend am Fluss, zwischen Bahndamm und stampfenden Kähnen, wo ich die Ruhe haben würde, um schöne Töne auf meiner Flöte zu finden.
Es kam von selbst: Die Tinwistle macht keine Ruhe.
Und ich beschloss, beim nächsten ratternden Zug „Dirty old Town“ zu spielen.

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How Do you do

Wie geht es Dir? Wie tust Du tun?
Beide Befindlichkeitsfragen haben kein Objekt.
Sinngemäß doch: Das „Du“ ist das Objekt.

Schau Dich an, wie bist Du gerade, berichte mir darüber!

Mach Dich zum Objekt meiner Betrachtung!

Offenbare dich!

Ehrlich ist dann schwer.

Begegnen geht anders.

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Asozialer Netzwerker

Ohne Freunde schwirre ich
Wieder durchs Netz
Meine Pupse verhallen
Facebook verliess ich für immer

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