Abbruch?
Habe irgendwie die Pappe auf und genug am Rad gedreht. Dann noch etwas gelesen von stürmigen Westböen heute. Dann im DB Navigator gelesen, es würden zur Zeit keine Fahrräder wegen irgendwelcher Wies’n (in Nürnberg?) nicht mit genommen.
Kurzerhand mir ein ICE Ticket gebucht, erst spät am vormittag, damit ich das Rad noch einpacken kann.
Waddenequatsch! Und diese Art von „Abbruch“ …..als wenn ich in der Pubertät wäre. Draußen ist kalt, 2⁰. Es soll aber tagsüber fast eine Null dahinter kommen. Ich kenne diese negative Abbruchsstimmung in mir schon lange, aber es gibt auch eine Stimmung, eine gewachsene, die darauf absolut keinen Bock hat.
„Alter, chill mal ein bischen.“
Warum Sorgen machen ob ich mit meinem Fahrradpaket in den ICE komme? Hat schon öfter geklappt.
Und in einer Reisesituation zu sein, die nur noch Stress ist? Einen Pass sich hochzuquälen, ist Urlaub und, in einem ICE zu fahren, ist Stress? Immer denke ich mir die Dinge in Gefühle.
Wie wäre es denn, wenn ich bei dem nächsten fetten SUV, der mich fast in den Straßengraben fährt, denke: So einen hätte ich auch gerne. Könnte ich, mache ich aber nicht.
Und ich denke gerade, wie schön es ist, mit dem obligatorischen Frühstück, die leeren Speicher wieder auf zufüllen.
Un die positiven Erinnerungen, die einen hoch halten? Die Bilder, die ich mir gemacht habe? Gestern z.B. noch?
„Du sollst Dir kein Bildnis machen!“ Ich habe immer gerne Bilder gemacht. Als 13jähriger hatte ich schon eine Dunkelkammer, ein Vergrößerungsgerät.
Blumenmuster waren ja erlaubt, bei den strengen Zisterziensern oder im Islam, mit seinem konsequenteren Bilderverbot als im Christentum, wo die Kirchen oft der reinste Wandcomic sind.
Die Entwicklung des Bildes, das „Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ hat den Turbogang eingelegt; wer will heute noch auf ein Foto?
Das Bilderverbot kommt immer wieder, jetzt individuell mit dem Recht auf das eigene Bildnis.
Später geht’s weiter. Muss Material besorgen um das „Packerl zu packen“.
