„Ich empfand es als Blasphemie, als jemand in Deutschland zu mir sage: Die Strasse gehört dem Motor. In Irland war ich oft versucht zu sagen: Die Strasse gehört der Kuh. Tatsächlich werden in Irland die Kühe so frei zur Weide, wie die Kinder zur Schule geschickt; herdenweise nehmen sie die Strasse ein….“ aus Böll, Heinrich; Irisches Tagebuch, München 1963
In Deutschland, heutzutage , gehört die Straße immer noch nicht dem Motor. Sie gehört auch einer Kuh, einer heiligen Kuh, dem Automobil. Der „Motor“, rational eingesetzt, sähe ganz anders aus. Vielleicht stellt das spanische Wort „Coche“ es am besten dar. Die Kutsche, das Fahrzeug von größenwahnsinnigen, übergeschnappten Adeligen, die alles im Überfluss haben und auf die anderen herabschauen. Auch wenn dieser „Adel“ verbreitet ist, es können gar nicht alle mit Autos fahren. Das gibt der Platz nicht her, und jetzt ist er schon zu knapp verteilt, ungerecht, für Menschen die sich das Recht des Stärkeren leisten können und, noch schlimmer wollen.