Illusionen

Wieder steht eine Fahrradreise bevor, kurz bevor, packe gerade, räume auf und grübel.
Wann bin ich einmal richtig da, wo ich bin? Besser wäre es noch das „Ich“ in dieser Frage weglassen zu können.
Wann und Wo ist Da und Dort?
Das Packen, die praktische Art zu Planen, wie abschweifend das ist!
Und gerade durchzuckt mich, wie absurd diese Gedanken angesichts der Problemlösungsanforderungen sind, die im Weltenraum stehen.

Gestern hatte ich an einem Tag eine Art Silber- bzw Noch-Länger-Hochzeit und einen Todesfall mit zu erleben. Im Gedenken geht es auch wieder zurück in die Vergangenheit. Wie soll mich die Vergangenheit aber etwas beibringen, wenn ich gar nicht in der Gegenwart bin.

„In bloßer Gegenwart läßt sich nicht leben, sie würde einen aufzehren, wenn da nicht vorgesorgt wäre, dass sie rasch und gründlich überwunden wird. Aber in bloßer Vergangenheit läßt sich leben, ja nur in ihr läßt sich ein Leben einrichten. Man braucht nur jeden Augenblick mit Erfahren und Gebrauchen zu füllen, und er brennt nicht mehr.“
aus „Ich und Du“ von Martin Buber.

Mein Problem ist gerade mir jetzt schon Geschichten von dem, was ich erleben will auszudenken. Das ist so weit weg von Dasein.

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